AK 2: KonsumentInnen brauchen mehr Sicherheit beim Einkauf von Fleisch

Wien (OTS) - Die AK verlangt aufgrund ihres Geflügel-Tests mehr Kontrollen und Maßnahmen gegen den Arzneimittel-Einsatz bei Geflügel. "Die Konsumenten brauchen Sicher-heit, dass das Fleisch einwandfrei und nicht mit gesundheitsschädigenden Keimen behaftet ist", sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Denn immerhin hatten zehn der 20 von der AK überprüften verpackten Geflügel-Proben Campylobacter-Keime. Sie sind gegen ein oder mehrere Antibiotika resistent.
Konkret verlangt die AK:

+ Antibiotika-Einsatz reduzieren: Nötig ist eine lückenlose Erhebung des Antibiotika-einsatzes in der Geflügelmast. Mit Antibiotika in der Tiermast ist äußerst zurückhaltend umzugehen. Dazu braucht es insbesondere auch nötige Maßnahmen bei den Haltungs-bedingungen von Geflügel. Derzeit werden 60 Tonnen Antibiotika in der Nutztierhaltung eingesetzt.

+ Bessere Kontrollen: Die betrieblichen Eigenkontrollen zur Sicherstellung der lückenlo-sen Einhaltung der Kühlkette müssen verbessert werden.

"Küchen-Hygiene ist oberstes Prinzip bei rohen Lebensmitteln wie Geflügel, Eier oder Fleisch", betont Schöffl. Keime können sich während der Lagerung oder bei der Zuberei-tung auf andere Lebensmittel übertragen. "Daher Schneidebrett, Messer und Co immer sehr heiß abwaschen oder in den Geschirrspüler geben", rät Schöffl. "Rohe Lebensmittel, besonders Geflügel, vollständig durcherhitzen, damit die Keime absterben."

Jährlich gibt es in Österreich rund 4.500 Erkrankungen aufgrund von Campylobacter und rund 2.000 aufgrund von Salmonellen. Salmonellen können zum Beispiel Brech-durchfall oder Krämpfe hervorrufen. Campylobacter kann vor allem bei Kindern und Ju-gendlichen zum Beispiel Bauchschmerzen, blutige Durchfälle oder Erbrechen verursa-chen.

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