Wer im Urlaub ist, muss nicht einmal für den Chef telefonisch erreichbar sein

AKNÖ: Urlaubsärger mit dem Chef (Teil 1)

Wien (OTS) - Urlaub heißt Abschalten. Im konkreten Fall in zweierlei Hinsicht: Abstand vom Berufsalltag gewinnen, ausspannen, neue Kraft tanken. Abgeschaltet wird auch das Handy, zumindest für dienstliche Anweisungen.

Außendienstmitarbeiter Kurt Z. zieht es heuer in den sonnigen Süden. Kurz vor seiner Abreise teilt ihm sein Arbeitgeber mit, er solle für alle Fälle telefonisch erreichbar sein. Weil Kurt Z. dies ablehnt, droht ihm sein verärgerter Chef mit der Kündigung. Der hat die Rechnung freilich ohne den Wirt, sprich den gesetzlichen Regelungen im Arbeitsrecht, gemacht. Diese sehen nämlich vor, dass der Urlaub ausschließlich Erholungszwecken dient. Deshalb muss Kurt Z. weder für den Chef noch für KollegInnen, noch für etwaige Kundenanfragen erreichbar sein.

Einteilung ist alles

"Die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs obliegt alleine der Verantwortung des Dienstgebers", sagt Arbeitsrechtsexperte Erich Tröstl von der Niederösterreichischen Arbeiterkammer. Das heißt, er hat dafür zu sorgen, dass die Aufgaben eines Mitarbeiters, der sich auf Urlaub befindet, entweder von ihm selbst oder von KollegInnen erledigt werden. "Deshalb müssen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen den Urlaub auch rechtzeitig vereinbaren", so Tröstl. Optimal ist es, bereits im Zuge dieser Vereinbarung festzuhalten, wer im Zeitraum der Abwesenheit für den urlaubenden Kollegen einspringt und in welche Unterlagen die Urlaubsvertretung einsehen muss.

Die AKNÖ berichtet ab sofort wöchentlich zum Thema Arbeitsrecht und Urlaub.

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