Nasenbärenhaltung Zoo Linz: Direktorin verstrickt sich in Widersprüche

EndZOO fordert jetzt behördlich angeordneten Zuchtstopp

Linz (OTS) - Nachdem sich die Linzer Zoodirektorin Juliane Thurner heftig gegen die EndZOO Vorwürfe gewehrt hat, hält die Tierschutzorganisation EndZOO Österreich weiter an ihrem Vorwurf der tierschutzwidrigen Unterbringung von fünf ehemaligen Jung-Nasenbären und der unkontrollierten Zucht des Zoos fest.

Nach aktuellen Aussagen von Frau Thurner waren die fünf Nachzuchten vom April 2011 nur in einem "kurzeitigen Ausweichgehege für den Transport" untergebracht gewesen. Doch EndZOO kann anhand von Fotos und einem Video belegen, dass fünf Jungbären bis zum September 2011 ausschließlich in einem ca. 30 m2 kleinen Haus eingepfercht waren und bei einem weiteren EndZOO-Besuch im Dezember 2011 noch immer Jungbären im selben Gebäude dauerhaft untergebracht waren.

Die Organisation fordert, aufgrund des Fehlens eines Ausweichgeheges für verletzte oder unlängst geborene Bären, erneut einen Zuchtstopp bei den Nasenbären.

"Junge Nasenbären über mehrere Monate hinweg, ohne zusätzliche Umweltreize, in eine viel zu kleine Umgebung einzupferchen, entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben, die von einem Maximum an artspezifischen Verhaltensweisen sprechen. Zudem sind Nasenbären aufgrund von schlechten Tierhaltungsbedingungen für ausgeprägte Verhaltensstörungen leicht empfänglich. Manifestierte Laufstereotypien sind in deutschsprachigen Zoos nicht selten zu beobachten. Diese dauerhafte Unterbringung der Jungbären war keinesfalls, wie Frau Thurner jetzt versucht zu vertuschen, ein Ausweichquartier für einen baldigen Transport", so Zoo-Experte und EndZOO Österreich-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

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