Kritik an der Nasenbärenhaltung im Zoo Linz

EndZOO fordert verantwortungsbewusste Zucht und Geburtenkontrolle

Linz (OTS) - An der offenbar unkontrollierten Fortpflanzung der Nasenbären im Zoo Linz übt jetzt die österreichische Tierschutzorganisation EndZOO scharfe Kritik. Nach Angaben des Vereins habe der Zoo, obwohl das Hauptgehege (ca. 70 qm) der Nasenbären mit sieben erwachsenen Individuen (Stand 2011) bereits an der Grenze seiner erlaubten Kapazität angelangt und noch Nachwuchs aus 2011 in tierschutzwidriger Haltung untergebracht war, dennoch dieses Jahr erneut Nachwuchs zugelassen. Nach Vor-Ort-Recherchen sei der diesjährige Nachwuchs aber aus unerfindlichen Gründen bereits verstorben.

Bei Besuchen des Tierschutzvereines im August bis Dezember 2011 wurden die fünf jungen Nasenbären (geboren am 02.04.2011) auf nur ca. 30 qm (ohne zugänglichem Außengehege) gehalten. Nach Meinung des EndZOO-Zooexperten Frank Albrecht sei dies keine "tierschutzkonforme und gesetzestreue Unterbringung und eine solche Haltung kann auch zu gesundheitlichen Schäden und zur erheblichen Einschränkung des Wohlbefindens der Kleinbären führen."

"Jedes Tierindividuum in Gefangenschaft braucht zusätzliche Umweltreize die nur ein Außengehege bieten kann. Wird ihm dies aufgrund von Platzmangel dauerhaft verweigert, kann dies zur Beeinträchtigung des Wohlbefindens und somit auch zu Krankheit und Tod führen", so der Zooexperte und EndZOO-Österreich Sprecher Frank Albrecht. "Nur eine verantwortungsbewusste Zucht kann Mängel und Leiden im Vorfeld verhindern. Für das kommende Jahr muss endlich eine effektive Geburtenkontrolle durchgeführt werden. Jeder der sich einmal das Hauptgehege der älteren sieben Bären anschaut wird uns zustimmen, dass die geforderten 60 Quadratmeter dennoch völlig unzureichend für so viele Nasenbären sind."

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