RFS: ÖH legt das Leistungsprinzip völlig ad acta

Jubel zu gegendertem Mediziner-Test und unreflektierte Kritik an WIFO-Studie zeigen Unreife der ÖH-Führung

Wien (OTS) - Die Führung der Österreichischen Hochschülerschaft -im Besonderen der VSSTÖ - begrüßte die "Genderisierung" des EMS-Tests für Mediziner. Weil in den letzten Jahren mehr Männer als Frauen den Aufnahmetest geschafft haben, gingen die linken Emanzen auf die Barrikaden und gaben den Fragestellungen die Schuld daran. Nun hat sich der Protest gelohnt und weibliche Anwärter werden bei der Aufnahme zum Medizinstudium bevorzugt, egal ob ein männlicher Kollege besser dafür geeignet wäre. "Es ist einfach unglaublich, wie der Leistungsgedanke von den ÖH-Fraktionen untergraben wird. Hier werden ganz klar junge fleißige männliche Studenten dafür bestraft, dass sie sich vor Studienbeginn schon für ihr Fachgebiet interessieren. Die einzigen ÖH-Funktionäre, die noch nicht den Realitätssinn verloren haben, sind diejenigen, die die ÖH der Medizinischen Universität Wien anführen. Trotzdem wurden sie übergangen", kommentiert der Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, diesen Schritt.

Nicht nur, dass die Neuordnung des EMS-Tests bejubelt werde, wage es auch noch der Bundesvorsitzende der ÖH, Martin Schott, die neueste Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts zum Thema "Hochschulen 2025" als "Auftragsstudie" des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung zu bezeichnen. "Nur weil eine Studie nicht das gewünschte, ideologisch passende Ergebnis bringt, kann man sie nicht als unwahr abtun", so Schierhuber. "Dass allerdings Martin Schott auf die selbe und unreife Art und Wiese Politik macht wie seine Vorgängerin - die Schuldenkönigin Wulz -, ist mehr als enttäuschend, da gerade auf seinen Schultern die Hoffnung lag, dass er einen Weg finden könnte, mit dem Bundesminister eine Gesprächsbasis zu finden", meint Schierhuber.

Die angesprochene Studie zeige nur auf, welche Möglichkeiten es gäbe, und nicht, welche zwingend notwendig seien. "Ein erster richtiger Ansatz wäre es, die jetzige Studiengebührensituation zu bereinigen und auf gesetzlich abgesicherter Basis zur bisherigen Lösung einer Befreiung leistungsstarker Studenten zurückzukehren. Dann kann man sich in Ruhe darüber unterhalten, welche Belastungen nötig, aber auch sozial verträglich sind. Eines allerdings muss immer gelten, egal ob es um den EMS-Test oder die um die WIFO-Studie geht: Bildung muss sich lohnen und darf unter keinen Umständen bestraft werden", stellt Schierhuber abschließend fest.

Rückfragen & Kontakt:

Ring Freiheitlicher Studenten
www.rfs.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005