WKÖ-Vize RfW-BO Amann zu Hundstorfer: Die Regierung braucht einen "Einstellungswandel", nicht die Betriebe!

"Die Betriebe schätzen das Know-How älterer Mitarbeiter, mit dem "Schröpfpaket" wurden die Arbeitsverträge aber deutlich teurer. Ältere müssen von der ALV-Pflicht ausgenommen werden."

Wien (OTS) - "Wenn Minister Hundstorfer davor warnt, dass es künftig zu wenige Arbeitskräfte geben wird, dann müsste die Regierung ja erst recht einmal alles daran setzen, dass vorhandene Potenziale ausgeschöpft werden", so heute WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann. "Um Arbeitsplätze und Beschäftigung attraktiver zu machen, müssen die Lohnnebenkosten reduziert werden! Die ALV-Beiträge für Ältere sind zu senken und es braucht zusätzlich Anreizsysteme, um Menschen länger in Arbeit zu halten. Wer dem Fachkräftemangel entgegen wirken und der Jugend eine Chance geben will, der kommt um eine effektive Förderung der betrieblichen Lehrlingsausbildung nicht herum", so Amann.

Mit dem Schröpfpaket hätten SPÖVP Arbeitsverträge mit älteren Arbeitnehmern deutlich verteuert - insofern sei es "absurd", dass Minister Hundstorfer von den Betrieben einen "Einstellungswandel" gegenüber Arbeitnehmern ab 60 einfordert. Den Betrieben, allen voran KMUs und Familienunternehmen, sei nämlich sehr wohl bewusst, wie wichtig das Know-How erfahrener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist. "Damit sich die Betriebe diese positive Einstellung auch leisten können, müssen ältere Arbeitnehmer von der ALV-Pflicht wieder ausgenommen werden", so Amann. Der RfW-Bundesobmann fordert zudem deutliche Zuschläge für jene, die über die Alterspension hinaus im Erwerbsleben bleiben. Auf der anderen Seite müsse es sehr deutliche Abschläge für Frühpensionisten geben. "Ein zumindest 10-prozentiger Zuschlag wäre auf jeden Fall ein Signal in die richtige Richtung", so Amann.

Völlig verfehlt sei zudem die Lehrlingspolitik der Regierung: Der Jobgarant betriebliche Lehrlingsausbildung werde nach "Salami-Taktik" finanziell "abmoniert", die Ausbildungsfähigkeit der Pflichtschulabgänger gehe langsam aber sicher "den Bach hinunter". "SPÖVP hätten also in jeder Hinsicht genug zu tun. Bisher tun sie aber leider nichts - oder genau das falsche. Es müssen also nicht die Betriebe ihre "Einstellung" ändern, sondern die Regierung", so Amann.

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