SJÖ: Geld dort holen, wo es ist: Vermögen besteuern!

Trotz Krise: Neben Immobilien und Einkommen auch Sparguthaben immer ungleicher verteilt

Wien (OTS) - Einmal mehr ein Plädoyer für die schleunigste Einführung einer Vermögenssteuer hält Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich. Jüngster Anlassfall ist eine Studie der OENB zur Ungleichverteilung der Sparguthaben. "Nicht nur bei Immobilien und Einkommen, auch bei den Spareinlagen ist in den letzten Jahren die Ungleichverteilung erheblich angewachsen. Höchste Zeit, das wachsende Vermögen der Reichen endlich stärker zu besteuern. Das tut niemandem weh, bringt aber viel", betont Moitzi. Während der Anteil von Sparkonten mit weniger als 100.000 Euro am Gesamtvolumen 5 Prozent einbüßte, legten Sparkonten mit mehr als 100.000 Euro um 27 Prozent zu. Der Gini-Koeffizient, das Maß der Ungleichverteilung, habe sich im Zeitraum von 2002 bis 2011 von 0,58 auf 0,61 vergrößert, ist der Studie zu entnehmen.

Der Großteil der Sparkonten berge nur bescheidene Summen, während ein kleiner Teil der Sparkonten immer größere Vermögenswerte auf sich vereine. "Die wachsende Schere zwischen den Superreichen und der breiten Masse der Bevölkerung macht einmal mehr klar, woher das Geld für Investitionen oder die Reduzierung der Staatsschulden kommen muss: von den Vermögenden", bekräftigt Moitzi. Die Sozialistische Jugend trete daher weiterhin für die Einführung einer Vermögenssteuer ab einem Freibetrag von 500.000 Euro ein und fordert eine stärkere staatliche Kontrolle von Finanzinstituten, damit "nicht immer Verluste verstaatlicht werden, Gewinne aber privat bleiben".

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