FPÖ: Noch mehr Zuwanderung aus Drittstaaten keine Lösung für Fachkräftemangel

Hofer: Wir haben die falschen Arbeitskräfte ins Land gelockt

Wien (OTS) - Die FPÖ erteilt dem Vorschlag von Sozialminister Hundstorfer, einem Fachkräftemangel in Zukunft durch noch mehr Zuwanderung zu begegnen, eine Absage.

Hundstorfers Parteifreund Klubobmann Christian Illedits spricht in diesem Zusammenhang am Beispiel des Burgenlandes auch klar von einer Verdrängung heimischer Arbeitskräfte und von Lohn- und Sozialdumping. Laut den von der SPÖ vorgelegten Zahlen ist die Beschäftigung im Burgenland im ersten Quartal 2012 gewachsen, allerdings auf Kosten der Inländer. Von Jänner bis März gab es insgesamt 2476 mehr Beschäftigte im Land - ein Plus von 2625 bei den Ausländern ermöglicht durch ein Minus von 149 inländischen Beschäftigten. Auch der ÖGB unterstreicht diesen Missstand. Der Verdrängungswettbewerb finde nicht nur zwischen österreichischen und ungarischen Beschäftigten statt. Auch die Konkurrenz zwischen den schon länger im Land beschäftigten ausländischen Arbeitnehmern und jenen, die neu auf den Arbeitsmarkt drängen, sei gegeben.

FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer stellt als Reaktion auf Hundstorfers Aussagen klar, dass schon jetzt auf Arbeitskräfte aus der Europäischen Union zugegriffen werden könne und aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Staaten der Europäischen Union zweifellos Interesse an Österreich bestehe. Eine weitere Einwanderung von Personen aus Drittstaaten erfolge in der Regel vor allem als Einwanderung in den Sozialstaat. Österreich habe, so ehrlich müsse man sein, in vielen Fällen die falschen Arbeitskräfte ins Land geholt und bei diesen Personen Erwartungen geweckt, die der Arbeitsmarkt nicht erfüllen kann.

Hofer: "In Wirklichkeit werden in einigen Branchen so niedrige Löhne bezahlt, dass man alleine aus diesem Grund auf billige Arbeitskräfte aus Drittstaaten schielt. Hier haben die Sozialpartner versagt. Ich empfehle jedem Politiker, sich einmal als Kellner, Botenfahrer oder als 24-Stunden Betreuungskraft zu versuchen und dann von diesem Lohn mit einer Familie zu leben. Was Mangelberufe anbelangt, so liegt es in der Verantwortung des Arbeitsministers, die jetzt in Österreich befindlichen Menschen einer Qualifizierungsoffensive zuzuführen, statt auf noch mehr Zuwanderung zu setzen. Wir haben trotz guter Löhne in diesem Bereich keine Dreher, wir haben keine Schweißer, wir haben zu wenige Menschen auch in den gehobenen Diensten des Gesundheitsbereiches."

Die Mittel für die Masse wenig nützlicher und unzusammenhängender Schulungen, die vom AMS zur statistischen Beschönigung der Arbeitslosenquote permanent veranstaltet werden, sind, so die FPÖ, zugunsten des Erwerbs konzentrierter, aber verwertbarer Kenntnisse in nachgefragten Bereichen umzuverteilen. Durch diese Restrukturierung soll die Dienstleistungsfunktion des AMS für den Steuerzahler wieder verstärkt unter Beweis gestellt und evaluiert werden. Im Bereich der Pflege hat der Sozialminister ja bereits Aktivitäten angekündigt.

Faktum ist, dass ein hoher Anteil der heute in Österreich lebenden Ausländer entweder gar nicht berufstätig oder aufgrund eines geringen Ausbildungsniveaus überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen ist. Hofer: "Wir können diesen Umstand nicht wegdiskutieren oder die Augen davor verschließen und ich warne davor, Kritikern dumpfen Ausländerhass vorzuwerfen. Wir müssen Menschen nach Österreich einladen, die sich tatsächlich in unseren Wirtschaftsprozess einbringen können und damit auch die Möglichkeit haben, sich hier eine Existenz aufzubauen und eine neue Heimat zu finden. Wer aber nichts kann, was in Österreich nachgefragt ist, wer aufgrund fehlender Qualifikationen hierzulande immer wieder arbeitslos wird oder gar keinen Job findet und - nicht selten mit zahlreichen Familienmitgliedern - von jenem Sozialsystem lebt, das Generationen von Menschen in Österreich mühsam geschaffen haben, muss zur Kenntnis nehmen, dass sein Lebensglück auf Kosten Dritter auf Dauer nicht finanziert werden kann."

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0003