AK Bankenmonitoring: Viele Spesen unverändert, einzelne stark verteuert 1

Wien (OTS) - Die Kontokosten sind im Großen und Ganzen seit Dezember 2011 gleich geblieben. Dennoch gibt es einzelne Erhöhungen bei Zeilengebühren - sie liegen meist im Rahmen der Inflationsrate. Auffallend sind Ausreißer bei speziellen Dienstleistungen wie beleghaften Buchungen, Wertpapierspesen oder Immobilien-Schätzkosten bei Hypothekarkrediten. Das zeigt das AK Bankenmonitoring bei 13 Wiener Banken und 53 Dienstleistungen. Vier Banken haben verschiedenste Spesen angehoben. Eine Bank hat an einer einzigen Preisschraube gedreht, drei an mehr als einer.

"Wir kontrollieren regelmäßig die Preise und Gebühren von Bankdienstleistungen", sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. Die AK hat im Juni 53 Spesensätze für Sparen, Zahlungsverkehr, Kredite und Wertpapiere überprüft. Das Ergebnis zeigt:

+ Neun nichts draufgeschlagen: Neun der 13 Banken haben seit Dezember keine Preise oder Entgelte erhöht: Bank Austria, Raiffeisenlandesbank Nö Wien, WSK, Volksbank Wien, Santander, Generali, Ing DiBa, Volksbank Kufstein (livebank.at), easybank.

+ Eine Bank hat nur einen Preis kräftig erhöht: Die Bawag Psk hob die Schätzkosten für Immobilien bei Hypothekarkrediten von 150 auf 220 Euro an (plus 47 Prozent).

+ Drei haben mehr als einen Preis verteuert: Die Erste Bank erhöhte die Spesensätze zwischen 2,63 und 6,25 Prozent: Relativ am höchsten war die Anhebung der Zeilengebühr für das Bezahlen an der Bankomatkasse oder Behebung an den Bankomaten von 16 auf 17 Cent (plus 6,25 Prozent). Die Erhöhung der Transaktionsgebühr für beleghafte Überweisungen stieg von 85 auf 88 Cent (plus 3,53 Prozent). Die Spesen für Barauszah-lungen an der Kassa sind von 1,90 auf 1,96 Euro gestiegen (plus 3,16 Prozent).

Die Hypo NÖ verteuerte sechs Spesenpreise (zwischen 6,74 und 50 Prozent), aber senkte die Spesen im Wertpapiergeschäft teilweise ab. Am höchsten war die Preiserhöhung der Mindestspesen beim Kauf Hypo-eigener festverzinslicher Wertpapiere von 20 auf 30 Euro (plus 50 Prozent). Hingegen verbilligten sich die prozentabhängigen Kaufspesen bei Fremdemissionen festverzinslicher Wertpapiere von 0,7 auf 0,6 Prozent (vom Kurswert). Im Zahlungsverkehr war eine Preiserhöhung markant: So wurde die Transaktionsgebühr für beleghafte Überweisungen von 0,75 Cent auf 0,90 Cent erhöht (plus 20 Prozent). Die Ausfertigungsgebühr für das Grundbuchsgesuch einfach und die Ausfertigungsgebühr Grundbuchsgesuch komplex bzw. simultan wurde von 59 bis 89 Euro (Dezember 2011) auf 65 bis 95 Euro angehoben. Die Erhöhungen betragen 10,17 Prozent (von 59 auf 65 Euro) bzw. 6,74 Prozent (von 89 auf 95 Euro).

Die bankdirekt.at setzte acht Spesensätze hinauf (1,52 bis 7,14 Prozent). Die Preise für Transaktionen stiegen im Durchschnitt um 2,97 Prozent. Kräftig fiel die Erhöhung für die Rücklastschriften (für Beträge unter 4.000 Euro) im Zahlungsverkehr aus: von 7 auf 7,50 Euro (Preiserhöhung von 7,14 Prozent). (Forts.)

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