CARE zur Londoner Familienplanungs-Konferenz (11. Juli)

Weltweit sollen zusätzliche 120 Millionen Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln erhalten

Wien (OTS) - Noch immer haben geschätzte 215 Millionen Frauen
und Mädchen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln und jährlich sterben an die 300.000 Frauen an Komplikationen rund um eine - oftmals ungeplante - Schwangerschaft. Eine internationale Konferenz, die auf Einladung der britischen Regierung und der Bill & Melinda Gates Stiftung am 11. Juli in London stattfindet, soll das ändern: Geplant ist eine bahnbrechende neue Initiative, um sicherzustellen, dass bis zum Jahr 2020 zusätzliche 120 Millionen Frauen und Mädchen in den 69 ärmsten Ländern der Welt Zugang zu freiwilliger Familienplanung erhalten.

Für die Hilfsorganisation CARE, die derzeit in mehr als 30 Ländern Projekte im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit durchführt und die an der Konferenz teilnehmen wird, ist Zugang zu Verhütungsmitteln nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch eine wichtige Strategie zur Armutsbekämpfung. Dazu CARE-Geschäftsführerin Andrea Wagner-Hager: "Wenn Frauen den Zeitpunkt bzw. die Anzahl ihrer Schwangerschaften nicht entscheiden können, sinken ihre Chancen auf Bildung und berufliche Möglichkeiten dramatisch. Mutterschaft kostet Mädchen in den Entwicklungsländern aber häufig nicht nur ihre berufliche Zukunft, sie ist für die Altersgruppe der 15 - 19 Jährigen Todesursache Nummer 1!" Nicht nur das Leben der Mütter sei bei zu frühen bzw. zu häufigen Schwangerschaften in Gefahr, sondern auch das der Kinder. Wenn Frauen die Möglichkeit hätten, den Abstand zwischen zwei Schwangerschaften auf mindestens zwei Jahre auszudehnen, würde es um 13 Prozent weniger Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren geben.

CARE appelliert an die internationale Gebergemeinschaft, ihre finanziellen und politischen Verpflichtungen im Bereich Familienplanung massiv zu erhöhen. Die Hilfsorganisation gibt den VerhandlungspartnerInnen in einem neuen Bericht "Women s Lives, Women s Voices" aber auch zahlreiche weitere Empfehlungen mit auf den Weg. So müssten Frauen bzw. lokale Gemeinschaften substanziell bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von Maßnahmen im Bereich Famlienplanung beteiligt werden. Im Zusammenhang mit Krisensituationen sollte dem Thema reproduktive Gesundheit viel mehr Aufmerksamkeit zukommen - diese Forderung richtet sich durchaus auch an die Hilfsorganisationen selbst. Andrea Wagner-Hager:
"Hilfsorganisationen müssen eine Antwort haben, wie sie z.B. in überfüllten Flüchtlingslagern mit dem Thema Verhütung umgehen. Und angesichts der Tatsache, dass Vergewaltigung in zahlreichen Konflikten verstärkt als Kriegswaffe eingesetzt wird und die Gefahr von sexueller Gewalt in Krisensituationen generell ansteigt, sollten Nothilfe-Maßnahmen auch Notverhütung umfassen."

TIPP: Den Bericht "Women s Lives, Women s Voices" finden Sie hier:
http://www.care.at/images/downloads/fp_summit.pdf

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