Zehentner seit 150 Tagen SPÖ-Bundesrat - Aktuelles aus der Agrarpolitik

GAP 2014 bis 2020: "Wir brauchen ein gerechtes Fördermodel für alle Bauern"

Wien (OTS/SK) - Vor fünf Monaten, am 2. Februar 2012, wurde Robert Zehentner im Bundesrat angelobt. Seit 150 Tagen macht sich der Taxenbacher Landwirt und Gewerbetreibende auf Bundesebene für eine ausgewogenere, gerechtere Agrarpolitik stark. "Es stehen aktuell sehr viele zukunftsweisende Verhandlungen auf Bundes- und europäischer Ebene auf der Agenda. Einmal mehr zeigt sich, wie schwierig es ist, mit den Konservativen einen gerechten, ausgewogenen Weg im Agrarbereich einzuschlagen", schildert SPÖ-Bundesratsabgeordneter Robert Zehentner den politischen Alltag in Wien. ****

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2014 bis 2020 sowie die Reform bei den Einheitswerten sind die beiden Kernpunkte, die aktuell in Wien verhandelt werden. "Hier gilt es, rasch eine Einigung auf Bundesebene zu treffen", so Zehentner am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Aber auch das Thema Bio-Sprit sowie die Salzburger Jagdgesetz-Änderung beschäftigen den Pinzgauer.

In der neuen GAP-Förderperiode muss Österreich bei der einheitlichen Betriebsprämie aus der ersten Säule vom derzeitigen historischen auf ein Regionalmodel umsteigen. "Grundsätzlich stehen zwei Modelle zur Diskussion", erklärt Bundesrat Zehentner, "ein Gesamt-Österreich-Modell und ein Bundesländermodell". Die EU-Kommission ist bestrebt, in ganz Europa eine einheitliche Betriebsprämie für alle Bauern und Produktionssparten einzuführen. "Da wäre es ja geradezu verrückt, wenn wir in Österreich ein Bundesländermodell mit unterschiedlichen Prämienhöhen einführen würden", erläutert Zehentner.

Zehentners Vorschlag:

  • Eine einheitliche Regionalprämie für alle bewirtschafteten Flächen mit den notwendigen Abschlägen für Alm und Hutweiden.
  • Es gibt im neuen EU-Programm auch die Möglichkeit, zehn Prozent der Gelder (70 Millionen) in die zweite Säule umzuschichten. Mit diesem Geld muss im Berggebiet eine Milchkuhprämie finanziert werden.
  • Weitere zehn Prozent der Gelder der ersten Säule können als gekoppelte Zahlungen für eine Mutterkuhprämie verwendet werden, das soll weiterhin so bleiben. (Schluss) mis

Bundesrat Robert Zehentner: 0664/4342311

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