Korrektur: FPÖ-Fichtenbauer zu Rudas: Aussagen zu Grundwehrdienst zeugen von Ahnungslosigkeit und Desinteresse

Schweiz als Vorbild für Wehrpflicht

Wien (OTS) - In Reaktion auf die heutige Meldung von SPÖ-Geschäftsführerin Laura Rudas den Grundwehrdienst betreffend hält der Wehrsprecher der FPÖ, NAbg. Dr. Peter Fichtenbauer fest, dass diese "offenkundig ahnungslos" sei, und dies "gepaart mit augenscheinlichem Desinteresse".

"Ein Wehrsystem, egal welches, kann in Friedenszeiten nicht wirtschaftlich sein! Eine Feuerwehr in einem Ort, wo es nie brennt ist auch nicht wirtschaftlich", hält Fichtenbauer fest und führt weiter aus: "So sehr die Sache verlockt, durch liebesdienerische Aussendungen den hilflosen Aktionen des BMLV Unterstützung zu gewähren, so sehr ist die sachliche Richtigkeit ein Opfer der Wahrheit." Jeder kundige wisse, dass für die Erfordernisse des Berufsheeres von ausreichender Personalstärke mindestens das Zwei-bis Dreifache des Budgets kosten würde. Das seien im Übrigen die Berechnungen des Generalstabchefs Entacher - auch ein Grund warum Bundesminister ihn loswerden habe wollen, und auch weil er dem Befehl "Schönrechnen" nicht nachgekommen sei.

Anstelle auf unpassende Staaten als Vorbilder zu schielen, die in der Geographie des Landes (Schweden) oder der Größe (Deutschland) als Vergleich nicht im Geringsten passen, sollte die Schweiz als Tatsächliches Vorbild genommen werden, empfiehlt Fichtenbauer. "In diesem Land dient die Armee nicht als Spielwiese für fehlgeleitete Ideologen, vielmehr ist die schweizerische Zivilgesellschaft sich des Wertes des Heeres als Träge der Souveränität wohl bewusst. Dort wird auch der Wehrdienst nicht als Zwangsdienst verunglimpft sondern die Ausbildung an der Waffe als Recht des freien Staatsbürgers geachtet. Kein Wunder dass dieser wichtige staatsbürgerliche Aspekt von der roten Ideologie missachtet wird, weil die Herauslösung des Heeressystems aus der Verankerung der Bevölkerung und aus der Verfassungsbindung - im Wege der allgemeinen Wehrpflicht - zu einem willfährigen parteilichen Instrument gemacht werden soll."

Die Sache der sogenannten Profiarmee sei ein "bewusstes Falsifikat" betont der freiheitliche Wehrsprecher, "weil in Österreich die Profiarmee ein Mischsystem aus Miliz, Berufssoldaten und Zeitsoldaten längst besitzt, aber genauso wie die Schweiz muss auch Österreich das Grundsystem schätzen und bewahren, nämlich nur die allgemeine Wehrpflicht gewährleistet für den Bedarfsfall die Möglichkeit eines schnellen Aufwachsens von einem kleinen präsenten Heer zu einer großen Mannstärke. Und schließlich kann man - so sieht das auch der deutsche Verteidigungsminister De Maizière - nur aus dem Reservoir der Wehrpflichtigen den Nachwuchs für Miliz und Berufssoldaten gewinnen."

"Der Einsatz von Grundwehrdienern als Systemerhalter wird von uns seit Jahr und Tag abgelehnt. Die Forderung der FPÖ lautet zum wiederholten Mal, dass der Grundwehrdiener ausschließlich für soldatische Zwecke verwendet werden darf und strukturell dafür Sorge getragen werden muss, dass der ausgebildete Mann nicht verloren geht, sondern in der Miliz Verwendung findet. Die höchst dringliche Strukturreform obliegt Minister", schließt Fichtenbauer.

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