BZÖ-Grosz: "Nagl fordert sich selbst zum Rücktritt auf"

"Grazer Bürgermeister fordert begrenzte Amtszeit für Politiker von 10 Jahren, sitzt aber selbst seit 14 Jahren in der Stadtregierung"

Graz (OTS) - In einem Interview für die Zeitschrift "News" ließ Bürgermeister Nagl mit einem selbstkritischen Vorstoß aufhorchen. In diesem forderte er, dass Politiker nach zehn Jahren im Amt entweder auf die nächst höhere Ebene wechseln, oder nicht mehr kandidieren sollten. Es fehle, so der Grazer Bürgermeister, nach einer derart langen Zeit nämlich an der erforderlichen Innovationsfähigkeit. Aus Sicht des Grazer BZÖ ist man einigermaßen überrascht über dieses hohe Maß an Einsicht und realistischer Selbsteinschätzung beim Grazer Bürgermeister.

"Immerhin ist unser Bürgermeister schon seit 14 Jahren Mitglied der Grazer Stadtregierung, nimmt man seine jüngsten politischen Einfälle als Gradmesser, so lässt sich mit Recht sagen, man merkt ihm diesen langen Zeitraum auch deutlich an. Innovationen kommen - wenn überhaupt - lediglich aus Nagls Wahlkampfagentur und sind zumeist von politisch fragwürdiger Natur. Ich schließe mich daher Nagls Forderung an und vertrete im konkreten Fall die Ansicht, dass dem Grazer Bürgermeister und auch der Stadt ein Tapetenwechsel gut täte. Vielleicht ist ja auch Nagls Aussage ein Ausdruck von Amtsmüdigkeit und ein Eingeständnis seiner Einfallslosigkeit. Das BZÖ nimmt Nagls Selbstaufforderung zum Rücktritt gerne zur Kenntnis. Es bleibt nur zu hoffen, dass er dieser auch Folge leistet. Dem Vernehmen nach stehen ja in den Reihen der ÖVP schon einige Personen zur Nachfolge bereit", sagte der steirische BZÖ-Chef und Grazer Gemeinderat Abg. Gerald Grosz abschließend.

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