Kadenbach/Leichtfried: Agrarlobby verhindert effektiven Tierschutz

SPÖ-Europaabgeordnete appellieren, den Tierschutz auch in Krisenzeiten nicht aus den Augen zu verlieren

Wien (OTS/SK) - Die EU-Kommission hat die Idee des Europäischen Parlaments übernommen, einen EU-Rechtsrahmen für den Tierschutz zu schaffen. Das Europäische Parlament hat heute in Straßburg den Bericht über die Strategie der Europäischen Union für den Schutz und das Wohlergehen von Tieren 2012 bis 2015 abgestimmt. "Wir dürfen trotz Wirtschaftskrise den Tierschutz nicht aus den Augen verlieren. Das Wohlbefinden von Tieren steht zudem in enger Verbindung mit der öffentlichen Gesundheit. Die Tierschutzvorschriften müssten daher EU-weit durchgesetzt werden, um die Verbreitung übertragbarer Krankheiten durch Tiere zu verhindern", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. ****

SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried, Vizepräsident der Animal Welfare Intergroup im EU-Parlament, fordert strengere Kontrollen der Tierschutzbestimmungen und deren Durchsetzung seitens aller Mitgliedstaaten, deutliche Sanktionen bei Nicht-Einhaltung und die Schließung bestehender Gesetzeslücken. "Bei der Abstimmung heute im EU-Parlament hat sich leider in mehreren Bereichen die Agrarlobby bei der konservativen Abgeordnetenmehrheit durchgesetzt. Dadurch sind viele unserer Forderungen nicht oder nur abgeschwächt angenommen worden", erläuterte Leichtfried. (Schluss) mw/mo

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