Medizinische Assistenzberufe-Gesetz: Fachverband der Gesundheitsbetriebe übt heftige Kritik an GÖD

Hadschieff: Gewerkschaft öffentlicher Dienst geht es offenbar um Eliminierung von Konkurrenz im Berufsalltag

Wien (OTS/PWK464) - Mit Unverständnis reagiert Julian
Hadschieff, Obmann des Fachverbandes der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf die jüngste Aussage der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) zum Medizinische Assistenzberufe (MAB)-Gesetz, wo behauptet wird, dass für die Durchführung von Computertomographie (CT) und Magnetresonanz-Anwendungen (MR) keine Standards vorherrschen würden.

"Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Offenbar geht es den Radiologietechnologen (RTA) lediglich darum, mögliche Konkurrenz im Berufsalltag zu eliminieren", kritisiert Hadschieff. Gerade für Computertomografie- und Magnetresonanz- Verfahren gelten in der modernen Radiologie sehr wohl Standards", stellt Hadschieff klar. "Das geht soweit, dass heute komplette Untersuchungsabläufe für Patienten in die Geräte eingespeichert sind und nur noch aus einem Menü auf dem Untersuchungsgerät abgerufen werden müssen. Eine alleinige Erstellung eines Protokolls durch einen Radiologietechnologen wäre zudem aufgrund des fehlenden medizinischen Wissens undenkbar; ein solches Protokoll wird ausschließlich vom Facharzt erstellt, und das ist gut so und soll auch weiterhin beibehalten werden."

Weiters ist in diesen Untersuchen der Entscheidungsumfang von diplomierten medizinisch-technischen Fachkräften (DMTF) und RTAs ident. Dass CT- und MRT Untersuchungen nun "ganz plötzlich" von einem Assistenzberuf ausgeübt werden sollen, ist unrichtig. DMTFs lernen diese beiden Modalitäten bereits seit langer Zeit an öffentlich genehmigten MTF-Schulen und sind daher bestens qualifiziert", unterstreicht Hadschieff.

Aufgrund der beschränkten Anzahl an Fachhochschulabsolventen ist es außerdem gar nicht möglich, den Bedarf an CT/MR-Untersuchungen durch RTAs zu decken. "Als Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen geht es unseren Mitgliedsbetrieben natürlich um die bestmögliche Versorgung der Patienten - und das auf Basis der erforderlichen Qualitätsstandards. Daher sind personelle Engpässe zu Lasten der Patienten selbstverständlich zu vermeiden", so Hadschieff abschließend. (JR)

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