AK: ACTA-Aus macht Weg für modernes Urheberrecht frei

AK begrüßt Entscheidung des EU-Parlaments

Wien (OTS) - Die AK verlangt ein zeitgemäßes Urheberrecht als Konsequenz der heutigen Ab-lehnung von ACTA im EU Parlament. "Ein modernes Urheberrecht muss den Be-dürfnissen und Interessen der User gerecht werden", sagt Silvia Angelo, Leiterin der Wirtschaftspolitik in der AK Wien. "Mit ACTA wäre ein Teil des alten Urheberrechts weiter einzementiert worden und einer notwendigen Debatte über ein modernes Urheberrecht ein Riegel vorgeschoben worden."

Grundrechte wie Datenschutz, Privatsphäre und Informationszugang wären durch ACTA gefährdet gewesen: So enthält das Anti-Piraterie-Abkommen ein sehr umstrittenes Kapitel zum Urheberrecht im Internet. Durch unklare Formulierungen öffnet es dabei Tür und Tor zur Einführung von Maßnahmen wie Internetüberwachung und Netzzugangs-sperren. Ebenso problematisch ist auch die breite Definition des Begriffes von "im ge-werblichen Ausmaß" im Strafrechtskapitel. Sie führt dazu, dass auch Alltagshandlungen von Privatpersonen wie das Verwenden eines fremden Fotos auf der privaten Homepage völlig unangemessen als Straftat interpretiert werden können.

"Durch das Internet kommen private Nutzer heute mehr denn je mit dem Urheberrecht in Konflikt", sagt Angelo. "Die EU Kommission soll sich weniger darum kümmern, wie man das Urheberrecht noch strenger machen kann, sondern der Realität ins Auge sehen und das Urheberrecht zeitgemäß gestalten."

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001