ORF III mit Wilhelm Molterer "Inside Brüssel"

Am 5. Juli im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information spricht am Donnerstag, dem 5. Juli 2012, "Inside Brüssel" mit dem ehemaligen Vizekanzler und ÖVP-Obmann Wilhelm Molterer in seiner aktuellen Funktion als Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank: Zur Diskussion stehen die Bekämpfung der Wirtschaftskrise sowie die Weichenstellung in Richtung Bankenunion.

"Im Brennpunkt" informiert über den Emissionshandel und nimmt Ideen zur Eindämmung des Schadstoffausstoßes in den Fokus, während ein "Weltjournal" den unaufhörlichen Vermögenszuwachs der Millionärshaushalte kritisch beleuchtet. Glücksritter, Goldtaucher und streng bewachte Tresore sorgen für Spannung im ORF-III-Spätabend, wenn die 7.000 Jahre alte Geschichte des Goldrausches im Mittelpunkt steht.

"Inside Brüssel" (20.15 Uhr)

Kann der Euro durch die Weichenstellung in Richtung Bankenunion aus der Zone der Turbulenzen geführt werden? Haben es die Europäer geschafft - oder drohen neue politische Spannungen? Angela Merkel fühlte sich beim vergangenen EU-Gipfel von Italien und Spanien überrollt, was vonseiten deutscher Kritiker als Erpressungsmanöver, das Spuren hinterlässt, bezeichnet wird.

Zur Debatte steht ferner der Wachstumspakt, der zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise beitragen soll und u. a. über neue Kredite der Europäischen Investitionsbank EIB zu finanzieren sei. Darüber sowie über das neue EU-Vorsitzland Zypern, das vom griechischen Debakel in den Strudel eines finanziellen Kollapses gerissen wurde, diskutiert "Inside Brüssel"-Moderator Raimund Löw mit dem ehemaligen Vizekanzler und ÖVP-Obmann Wilhelm Molterer, der sich als Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank an einer Schaltstelle der EU-Wirtschaftspolitik befindet. Gemeinsam mit einer hochkarätigen Journalistenrunde, bestehend aus Ruth Berschens vom "Handelsblatt", Rene Höltschi von der "Neuen Zürcher Zeitung" und Gerhard Schwischei von den "Salzburger Nachrichten", nimmt er die Zukunft Europas unter die Lupe.

"Im Brennpunkt: Das Geschäft mit der Natur: CO2 als Cashcow" (21.05 Uhr)

Richtlinien für den Ausstoß von Kohlenstoffdioxyd: Kann der sogenannte Emissionshandel als geeignetes Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels betrachtet werden? Länder, die weniger Schadstoffe produzieren, können ihre Rechte an jene verkaufen, die zu viel davon produzieren. Mittels dieser Methode soll der Schadstoffausstoß gezügelt werden. "Im Brennpunkt" hat sich nach Brasilien, Indien, China und Südafrika begeben und die Wirksamkeit des Emissionshandels kritisch beleuchtet. Welche Ideen u. a. in Kambodscha und Großbritannien umgesetzt werden sollen, um Geld zu sparen und weniger Schadstoffe zu produzieren, verrät ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs. Während Politiker über Verträge zur Eindämmung des Klimawandels streiten, präsentieren einfache Leute an der Basis ihre Lösungsvorschläge.

"Weltjournal: Grönland - Die letzten Jäger" (21.55 Uhr)

Sie sind die letzten Vertreter einer aussterbenden Lebensform: Seit mehr als 600 Jahren leben die Inuit im vermeintlich ewigen Polareis vom Fischfang und von der Robben-, Wal- und Eisbärenjagd. Nun gerät die Lebensgrundlage dieser hochspezialisierten Jäger-Gesellschaft in zunehmende Bedrängnis: Es wird immer wärmer unter ihren Füßen. Während in Südgrönland bereits Kartoffeln und Erdbeeren angebaut werden können, wird im arktischen Norden die Eisdecke auf dem Meer immer dünner.
Während Grönland sich gerade eine wirtschaftliche Zukunft mit den immer besser zugänglichen Bodenschätzen und im sanften Tourismus ertastet, wissen viele Inuit nicht, wovon sie übermorgen leben werden. Das Schmelzen der traditionellen Jagdgründe verunsichert sie in ihrer Identität, das traditionelle Gemeinschaftsgefühl beginnt zu bröckeln.

Die schwedischen Geschwister Samuel und Mariela Idivuoma gehören selbst dem Polarkreisvolk der Sami an. In einer bildstarken "Weltjournal"-Reportage führen sie die Zuseher/innen in das innerste Lebensgefühl der letzten Inuit-Jäger Grönlands.

"Natürliche Ressourcen: Abenteuer Gold" (22.30 Uhr)

7.000 Jahre Goldrausch: Wie viel Gold seither gefördert wurde, lässt sich nur schwer schätzen. Die Zahlen schwanken zwischen 70.000 und 125.000 Tonnen. Schätzungen, wie viele Millionen Menschen ihr Leben für das Gold verloren haben, existieren allerdings nicht. Was steckt hinter dem Abenteuer der Schatzsuche im tropischen Regenwald Brasiliens? Mit der Dokumentation "Abenteuer Gold" zeigt ORF III Kultur und Information Goldtaucher bei ihrer Arbeit und erzählt die Geschichten von Glücksrittern und Ganoven.

Dem individuellen Kampf ums Gold in Brasilien stellt der Film den technisierten Abbau in Südafrika gegenüber. Faszinierende Bilder zeigen den Weg des Goldes, vom Heben des Schatzes, über die aufwendige Reinigung bis zum glänzenden Barren. ORF III Kultur und Information öffnet die Tresore und verrät, dass etwa die Hälfte des jemals geförderten Goldes wieder tief unter der Erde in den Schatzkammern dieser Welt liegt: Ein absurdes Ergebnis in der langen Geschichte des Goldes.

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