GdG-KMSfB-Kattnig: Absage an ACTA muss modernes Urheberrecht folgen

Europa braucht effektiven Schutz geistigen Eigentums

Wien (OTS/ÖGB) - Die Ablehnung des umstrittenen Anti-Piraterie-Handelsabkommens (ACTA) bei der heutigen Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Straßburg kommentiert Thomas Kattnig, Internationaler Sekretär der GdG-KMSfB, folgendermaßen: "Das war ein richtiger Schritt. Aber jetzt müssen die Überlegungen sofort auf die Zukunft gerichtet werden. Europa braucht rasch ein modernes, gerechtes Urheberrecht zum effektiven Schutz geistigen Eigentums!"++++

"Die Absage an ACTA darf keinesfalls als Absage an die schützenswerten Interessen der kreativ arbeitenden Menschen missverstanden werden", stellte Kattnig klar. Das EU-Parlament habe lediglich den unübersehbaren Schwächen des Handelsabkommens Rechnung gezollt. Kattnig: "Nicht zuletzt war ACTA nicht demokratisch legitimiert. Über Jahre wurde geheim verhandelt, nicht einmal den Abgeordneten des EU-Parlaments hat man Einsicht gewährt. Durch ACTA drohten Überwachung des Internets und Zensur."

Notwendig ist nun die Schaffung eines Urheberrecht, das sowohl auf die Bedürfnisse von Kreativschaffenden achtet als auch auf die Interessen der NutzerInnen. "Inhalte müssen verfügbar sein, aber auch fair abgegolten werden. Das elementare Recht der Kunstschaffenden auf Bezahlung ihrer Leistung muss selbstverständlich sein", schloss Kattnig.

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