Windenergie in OÖ zahlt sich aus

500 Personen arbeiten bereits in der Windbranche in OÖ und generieren einen Umsatz von weit mehr als 200 Mio. Euro

Linz (OTS) - Seit 1996 drehen sich Windräder in Oberösterreich und erzeugen sauberen und umweltfreundlichen Strom. Bis 2020 könnten 10% des Stromverbrauches in Oberösterreich durch Windkraftwerke im eigenen Bundesland erzeugt werden. Windenergie in Oberösterreich zu nutzen und für Unternehmen in der Zuliefer- und Dienstleistungsbranche tätig zu sein zahlt sich in Oberösterreich aus.
Derzeit drehen sich in Oberösterreich 23 Windräder mit einer Leistung von mehr als 26 MW und erzeugen weit mehr als 50 Mio. Kilowattstunden sauberen und umweltfreundlichen Strom. Knapp 3% der Haushalte in Oberösterreich werden derzeit mit Windstrom versorgt. Die oberösterreichischen Windräder sparen jährlich 35.000 t CO2 ein, so viel wie 15.000 PKWs ein ganzes Jahr ausstoßen.

Der erste Windpark stand in OÖ Im Jahr 1996 wurde der erste Windpark Österreichs in Oberösterreich errichtet. Federführend beteiligt war Hauptschullehrer Alfons Gstöttner. "Für die Umsetzung dieser Windräder wurde die Finanzierung von damals 9 Mio. Schilling (rund 654.000 Euro) mittels Beteiligungsmodell aufgestellt", berichtet Alfons Gstöttner, heute Geschäftsführer der Windkraft Innviertel GmbH. 284 Personen konnten damals eine Beteiligung zeichnen. Innerhalb von 3 Wochen kam das Kapital, vorwiegend von Ortsansässigen gezeichnet, zusammen. "Heute, nach 16 Jahren, produzieren die zwei Windräder in Eberschwang mittlerweile billigen Windstrom ohne einen Cent Förderung - Strom für 450 Haushalte", erzählt Gstöttner stolz.

Der erste Windpark im Wald Bereits 2003 wurde die erste Anlage im Sternwald errichtet. Noch heute ist der Windpark mit sieben Windkraftanlagen der größte Windpark in Oberösterreich und produziert sauberen Windstrom für mehr als 9.000 Haushalte. "Das heißt, dass damit mehr als 10% des Mühlviertler Haushaltsstromverbrauches produziert wird", informiert Andreas Reichl, Geschäftsführer der Sternwind GmbH. Auch dieser Windpark wurde mit starker finanzieller Beteiligung der ansässigen Bevölkerung finanziert. 80% der Beteiligten kommen aus dem Mühlviertel. 20.000 Menschen verfolgten den Aufbau der Windräder mit. Der Besucherstrom zum Windpark ist seit der Errichtung nicht abgerissen. "Der Windpark im Sternwald ist somit zur Touristenattraktion geworden. Das sorgt auch für gute Laune bei den ansässigen Wirtshausbetrieben, die sich dadurch über weit mehr als 1.400 Gäste im Jahr freuen können", berichtet Reichl.

Windräder sind Kraftwerke die geplant werden müssen Seit Beginn der Windenergie in Österreich ist die Energiewerkstatt Consulting GmbH vorne mit dabei. Die Stop-and-Go-Politik der Ökostromförderung hat es dem Unternehmen nicht leicht gemacht. Der mutige Schritt in den internationalen Markt ließ das Unternehmen dennoch stark wachsen. Derzeit unterhält die Energiewerkstatt Consulting GmbH Töchter in Bulgarien und den USA. Erst heuer wurde ein Büro in Bruck an der Leitha eröffnet, um den Ausbau in Niederösterreich und Burgenland besser begleiten zu können. "Derzeit beschäftigen wir rund 40 Mitarbeiter", berichtet Joachim Payr, Geschäftsführer Energiewerkstatt Consulting GmbH, und führt weiter aus: "Wir werden auch den Standort Munderfing vergrößern. Mit einem Windpark vor der Haustüre starten wir die Ausbauwelle in Oberösterreich nach dem fünfjährigen Stillstand."

Konstante Leistung ist keine Selbstverständlichkeit Windräder sind High-Tech Kraftwerke die ständig überwacht werden um mit größter Effizienz sauberen Strom zu produzieren. Denn steht das Windrad erst mal still, dauert es oft Wochen bis es wieder in Betrieb gehen kann. Die Firma HAINZL Industriesysteme hat deshalb Condition Monitoring Systeme entwickelt, die genau diese Überwachung leisten können. "Unsere Überwachungssysteme sind der Schlüssel zum effizienten Betrieb von Windenergieanlagen für konstant hohe Verfügbarkeit. Die Früherkennung von Schäden und dadurch optimale Planbarkeit der Reparaturmaßnahmen außerhalb der Starkwindsaison ist der Schlüssel zum Erfolg für den Windkraftbetreiber", erklärt Dieter Kocevar, Spartenleiter bei Hainzl. Auch hydraulische Prüfstände, die dynamische Windlasten simulieren, werden zur Prüfung der Antriebsstränge von Windenergieanlagen vom 710 Mitarbeiter zählenden Unternehmen gefertigt.

Der Wert des Windstroms Die erneuerbare Energie aus Windkraftanlagen wird nur einige Jahre gefördert. Danach kooperieren die Betreiber mit Unternehmen am Markt, wie etwa mit der Welsstrom GmbH, die seit einigen Jahren in diesem Bereich engagiert ist. Derzeit übernimmt sie den Strom von drei Windparks, zwei davon aus Oberösterreich. Der regionale Stromversorger, der schon weit über 100 Jahre die Welser Region mit Strom versorgt, hat die Zeichen der Zeit erkannt und hat nun auch Windstrom im Portfolio. "Wir engagieren uns in diesem Bereich, weil es ökonomisch Sinn macht", erklärt Ing. Friedrich Pöttinger, Msc, Geschäftsführer der Wels Strom GmbH. Das oberösterreichische Potential Bis 2020 könnten bei geeigneten landespolitischen Rahmenbedingungen 10% des Stromverbrauches in Oberösterreich durch Windkraftwerke im eigenen Bundesland erzeugt werden. "Mit einem Windpark pro Bezirk könnte diese Strommenge produziert werden", erläutert Mag. Stefan Moidl und führt weiter aus: "Der Windkraftausbau würde rund 700 Mio. Euro an Investition bei der Errichtung auslösen und 24 Mio. Euro jährlich durch den Betrieb der Anlagen bewegen. 2.900 Jahresarbeitsplätze durch die Errichtung und 230 Dauerarbeitsplätze durch den Betrieb könnten mit diesem Windkraftausbau geschaffen werden." Auch die Zulieferindustrie der Windbranche in Oberösterreich ist stark vertreten. Ein gutes Drittel aller Zulieferfirmen der österreichischen Windbranche hat ihren Sitz in Oberösterreich. Mehr als 500 Personen generieren einen Umsatz von mehr als 200 Mio. Euro. "Sowohl Windenergie in oberösterreichischen Windparks zu nutzen als auch für führende Unternehmen in der Zuliefer- und Dienstleistungsbranche tätig zu sein zahlt sich in Oberösterreich aus", so Moidl abschließend.

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