WKÖ-Vize RfW-BO Amann: Regierung "schaufelt" der betrieblichen Lehrlingsausbildung ihr "Grab"!

Wenn Österreich nicht bald vor einem "Fachkräfte-Gau" stehen wolle, müsse man jetzt akkordiert vorgehen. Schritt eins: ein Lehrlingsgipfel der Regierung mit Wirtschaft und Experten.

Wien (OTS) - "Sozialminister Hundstorfer lobt die Lehre als "Erfolgsmodell", der Wirtschaftsminister stößt ins gleiche Horn. Die Taten der beiden Herren stehen allerdings im krassen Gegensatz zu den Worten: SPÖVP haben den "Qualitätsbonus" und die Prämie für neue Lehrstellen abgeschafft, forcieren dafür für teures Steuergeld die "Scheinausbildungen" in überbetrieblichen Lehrausbildungsstätten (ÜLA)", kritisiert WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann. Mit solchen Maßnahmen "schaufle" die Regierung der Lehre "ihr Grab". Amann fordert eine Umkehr in der verfehlten SPÖVP-Lehrlingspolitik. "Schritt eins wäre ein Lehrlingsgipfel von Bildungsministerin, Wirtschafts- und Sozialminister mit Vertretern der Wirtschaft und Experten", so Amann.

Im Gegensatz zu den "Schreibtischtätern" Hundstorfer und Mitterlehner wüssten die Jugendlichen selbst sehr genau um die Chancen, die eine betriebliche Lehrlingsausbildung biete. Laut BMWFJ-Jugendmonitor, dem Anlass für die ministerialen "Lobgesänge" auf das "hohe Gut" Lehre, glauben 56 Prozent, dass die Lehre zumindest gleiche Jobchancen wie die Matura biete, 19 Prozent gehen davon aus, dass diese sogar besser seien. Fast 40 Prozent der Leitungsfunktionen in der Wirtschaft seien von Lehrabsolventen besetzt. Fast jeder zweite finde innerhalb von drei Monaten einen Arbeitsplatz. "Die Lehre ist ein Jobgarant und muss daher wieder entsprechend gefördert werden", so Amann. Er plädiert für die Einführung eines "Blum Bonus Neu", der "alte" Blum Bonus habe sich bestens bewährt. Zusätzlich müsse eine Strategie zur besseren Ausbildungsfähigkeit der Pflichtschulabgänger erarbeitet werden und das Image der Lehre in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich nach oben korrigiert werden - derzeit werde sie völlig "unter Wert" geschlagen.

Wenn es sich bei den "Respektsbekundungen" der Minister Hundstorfer und Mitterlehner gegenüber Lehre und dualem Ausbildungssystem nicht um bloße "Politphrasen" handle, müssten die beiden Herren "eher gestern als morgen" einen Lehrlingsgipfel einberufen. "Wenn der Standort Österreich in wenigen Jahren nicht vor einem "Fachkräfte-Gau" und der Arbeitsmarkt vor einem Heer schlecht bis gar nicht ausgebildeter junger Arbeitsloser stehen will, muss jetzt akkordiert vorgegangen werden", so Amann.

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