Universitätsring: Mailath und Engl enthüllen die neue Straßentafel

Wien (OTS) - Seit heute, Mittwoch, gehört die Anschrift Dr.-Karl-Lueger-Ring der Vergangenheit an: Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Univ.-Prof. Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien, enthüllten die neue Universitätsring-Straßentafel. Der Umbenennung voraus gegangen sind die offiziellen Beschlüsse des Unterausschusses für Verkehrsflächenbenennung und des Gemeinderatsausschusses für Kultur.

"Die Umbenennung ist ein entscheidender Schritt hin zum sorgsamen Umgang mit der Vergangenheit", so Mailath. "Es geht aber nicht um das bloße Austauschen von Straßentafeln, das allein wäre zu wenig. Es geht um eine differenzierte Betrachtung und Bewertung der Person Luegers und damit auch um ein differenziertes Geschichtsbild unserer Stadt".

"Die neue Bezeichnung Universitätsring bringt die Verbindung zwischen Stadt und Universität in besonderer Weise zum Ausdruck", unterstreicht Rektor Heinz W Engl. "Wien ist seit nahezu 650 Jahren Universitätsstadt. Mit Blick auf das Jubiläumsjahr, soll die Kooperation zwischen Stadt und Universität durch verschiedenste gemeinsame Projekte und Initiativen zum Ausdruck kommen."

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Die MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau - tauscht 18 Straßenbenennungstafeln und sechs Hausnummerntafeln aus. Die Wiener Linien ändern die Leitsystemschilder in der Station Schottentor, Wien-City-Pläne und Nightline-Pläne für die U-Bahn-Vitrinen. Nicht betroffen von der Umbenennung sind Haltestellennamen, Durchsagen in Fahrzeugen oder Aufzugsbesprechungen, da ohnehin keine Station nach Dr.-Karl-Lueger benannt war. Zudem hat die Meldebehörde (MA 62) die angefallenen Ummeldungen bereits durchgeführt und den betroffenen AnrainerInnen eine Meldebestätigung samt Begleitschreiben zugesendet.

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Die Umbenennung des Dr.-Karl-Lueger-Rings war ein Wunsch der Universität Wien, auch in Hinblick auf ihr 650-Jahr-Jubiläum im Jahr 2015. Zudem gibt es in Wien 13 weitere Gedenkstätten, die an Lueger erinnern, darunter einen prominenten Platz und ein Denkmal in der City, eine Kirche am Zentralfriedhof, eine Brücke über den Wienfluss und eine Eiche im Rathauspark. "Lueger wird und soll nicht in Vergessenheit geraten - nicht als verdienstvoller Bürgermeister, nicht als Vorreiter des Antisemitismus", so Mailath.

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Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
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Mag. Cornelia Blum
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