Neues Bundesamt für Asyl bringt effizientere Verfahren

IV-Präsident Kapsch: Kompetenzbündelung und Effizienzsteigerung durch Schaffung eines Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl - Benennung als Behörde für "Fremdenwesen" unglücklich gewählt

Wien (OTS/PdI) - Die Industriellenvereinigung (IV) bewertet die Etablierung des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl als sinnvolle und positive Maßnahme. "Die Einrichtung des neuen Amts wird zu einer Effizienzsteigerung der Verfahren und einer Kompetenzbündelung führen. Die Zusammenführung unterschiedlicher Verfahrensschritte einer Vielzahl von Behörden ermöglicht ein effizienteres Gesamtverfahren", sagte IV-Präsident Mag. Georg Kapsch anlässlich des Beschlusses zur Einrichtung des Amts im Innenausschuss des Nationalrats gestern, Dienstag. Insgesamt sei das Bundesamt als "ein Schritt hin zu einer effizienteren und schlankeren Verwaltung zu sehen", so Kapsch.

Kritisch merkte der IV-Präsident jedoch an, dass die Bezeichnung "Fremdenwesen" beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl unpassend sei. "Die Bezeichnung 'Fremdenwesen' fördert weder im Ausland das Image der Republik Österreich als Zuwanderungsland, noch entspricht dies einer modernen zukünftigen globalen Orientierung", so Kapsch. Ganz im Gegenteil sollten Zuwandernde nicht als 'Fremde', sondern vielmehr als Bereicherung für unser Land gesehen werden", so Kapsch:
"Dieser Tatsache sollte man auch bei der Bezeichnung einer Verwaltungsbehörde gerecht werden."

Ohne Zuwanderung hätte Österreich schon längst ein massives strukturelles Problem, sagte der IV-Präsident. "Die Qualität der gelenkten Zuwanderung wird auch in Zukunft wichtig sein, deshalb verdient sie mehr Aufmerksamkeit. Mit dem Integrationsstaatssekretariat und dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl wurden jetzt für Integration und Asyl kompetente Einrichtungen und Zuständigkeiten geschaffen. Mehr Koordinierung und aktive Steuerung wären auch für den Bereich der Zuwanderung wichtig. Ein umfassendes Zuwanderungskonzept wäre ebenso wünschenswert wie die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Card", betonte Kapsch.

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