Koordinierungsausschuss verurteilt Schändung jüdischer Gräber

Präsident Jäggle: Notwendig, dass Kirchen und einzelne Christen stets konkrete Zeichen der Solidarität mit jüdischen Gemeinden zeigen

Wien, 30.06.12 (KAP) Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit verurteilt aufs Schärfste die Schändung jüdischer Gräber auf dem Wiener Zentralfriedhof. Präsident Martin Jäggle drückte gegenüber der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sein Entsetzen darüber aus und übermittelte seine Anteilnahme.

"Noch immer ist nicht gewährleistet, dass Jüdinnen und Juden unbelästigt und selbstverständlich in Europa leben können; selbst an Toten vergreift man sich", so Jäggle in einer Aussendung des Koordinierungsausschusses: "Es wird sichtbar, wie notwendig es ist, dass die Kirchen und einzelne Christinnen und Christen stets auch konkrete Zeichen der Solidarität mit den jüdischen Gemeinden zeigen."

Gläubige wüssten um die Bedeutung von Friedhöfen und Gräbern auf dem Weg zur Vollendung; und sie sollten mit Blick auf die eigene Geschichte gelernt haben, "das bleibende Band zwischen Kirchen und Judentum in ihren Taten zu bezeugen", so Jäggle.

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