"profil": Hubschrauber-Deal des Innenministeriums 2006/2007: Mensdorff-Pouilly stand im Sold des Lieferanten Eurocopter

Acht "EC135" für Flugpolizei - Mensdorff-Pouilly kassierte von Eurocopter Ende 2006 137.957 Euro

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wirft nun auch ein Hubschrauber-Geschäft der Republik Österreich aus den Jahren 2006/2007 Fragen auf. Am 7. September 2006 hatte das ÖVP-regierte Innenministerium die Anschaffung neuer Hubschrauber für die Flugpolizei international ausgeschrieben. Knapp mehr als drei Monate später, am 21. Dezember 2006, flossen 137.957 Euro auf ein Konto der Wiener MPA Handelsgesellschaft des Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly. Auftraggeber: Eurocopter Deutschland GmbH, Tochter des Eurofighter-Herstellers EADS. Weitere neun Monate später, im September 2007, erhielt Eurocopter vom Innenministerium unter Günther Platter schließlich den Zuschlag zur Lieferung von acht "EC135"-Hubschraubern. Auftragswert: 47,49 Millionen Euro. Platter wollte den Beschaffungsvorgang gegenüber "profil" nicht kommentieren. Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck: "Der gesamte Vergabeprozess ist nicht nur dokumentiert, sondern wurde darüber hinaus von einem Vergaberechtsexperten der Universität Wien begleitet. Die Korrektheit der Vergabe wurde in einem abschließenden, universitären Gutachten bestätigt." Mensdorff-Pouillys Anwalt Harald Schuster legt Wert auf die Feststellung, dass "der Zahlungseingang in keinem Zusammenhang mit Beschaffungen in Österreich" stünde.

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