Ein kleiner Vergleich (von Claudia Grabner)

Ausgabe 30. Juni 2012

Klagenfurt (OTS) - 120 Milliarden Euro will die EU für jenes Wachstumspaket setzen, das als Kontrapunkt zum rigorosen Sparkurs gedacht ist. 120 Milliarden Euro - ein Prozent also des gesamteuropäischen Bruttoinlandsprodukts. 4,6 Billionen Euro - sprich 4600 Milliarden - haben sich Europas Staaten seit 2008 die Kapitalisierung ihrer Banken kosten lassen.
38 Prozent des EU-weiten Bruttoinlandsproduktes.
Ein unzulässiger Vergleich? Warum eigentlich? Warum werden Banken -nicht die systemrelevanten, sondern jene, die rein spekulativ ganze Volkswirtschaften lahmlegen können - wie heilige Kühe umkreist? Warum werden seit Jahren Billionen ausgeschüttet, ohne Kontrollen, ohne Gegenleistungen, ohne Regelwerke zu definieren?
Wenn man sich nun am EU-Gipfel zu einer quasi beaufsichtigten Bankenhilfe durchgerungen hat, ist das zwar noch immer kein Grund zum Jubeln - doch zumindest ein Grund zum Nicht-Verzweifeln. Er lässt hoffen. Und das ist in Zeiten wie diesen immerhin schon was ...

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