Cortolezis-Schlager zu Universitäts- und FH-Bericht: Können auf die Leistungen unserer Universitäten und Fachhochschulen stolz sein

ÖVP-Wissenschaftssprecherin begrüßt verlängerte Finanzierung für ISTA

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der Universitätsbericht 2011 und der Bericht des Fachhochschulrates 2010 belegen einmal mehr die ausgesprochen positiven Entwicklungen in Lehre und Forschung. Wir können auf die Leistungen unserer Universitäten und Fachhochschulen stolz sein. Der Universitätsbericht und der Fachhochschulbericht würden zudem zeigen, dass sich die Angebote bei den Bildungsangeboten und im Forschungsbereich gut ergänzen. Das sagte heute, Freitag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Sitzung des Wissenschaftsausschusses.

Hochschulbericht belegt vielfältige Aufgabenstellung

Die Bundesmittel für die österreichischen Hochschulen haben 2010 rund 3,5 Milliarden Euro betragen. Das Hochschulbudget ist im Berichtszeitraum seit 2007 um rund 22 Prozent angewachsen. "Der Universitätsbericht ist informativ und transparent und belegt eindrucksvoll die vielfältige Aufgabenstellung der Universitäten. Gerade für die Politik bietet der Bericht eine gute Dokumentation darüber, was alles im Hochschulbereich verbessert wurde. So wurde auch das Ziel, nicht nur mehr Studienanfängerinnen und -anfänger, sondern auch mehr Absolvent/innen zu haben, erreicht", zeigte sich die Abgeordnete erfreut. So sei beispielsweise an der Medizinischen Universität die Absolvent/innenzahl von 2006/07 zu 2009/10 um 68,3 Prozent und an der Universität Klagenfurt um 49,2 Prozent gestiegen.

Erfolgsgeschichte Fachhochschulen

Vergleicht man allerdings den Universitäts- mit dem Fachhochschulsektor, so falle der große Unterschied beim Verhältnis zwischen Studierendenzahl und Absolvent/innen auf. Gab es bei den Universitäten im Jahr 2010/11 265.030 Studierende und 27.926 Absolvent/innen, so waren an den Fachhochschulen gesamt 37.564 Studierende und 10.094 Absolvent/innen zu zählen - also dreimal so viel Abgänger/innen. Das Verhältnis zwischen Fachhochschule und Universität betrage daher bei den Studierendenzahlen 1 zu 7 und bei den Absolventen 1 zu 3.

Der Fachhochschulsektor sei auch deshalb eine Erfolgsgeschichte, weil er bessere Rahmenbedingungen habe, verwies Cortolezis-Schlager auf Studienmanagement und Studienbeiträge. "Wo es Zugangsregelungen gibt, steigt auch die Erfolgsquote."

Werden Studiengänge berechenbar, sei auch die Teilnahme am Mobilitätsprogramm höher, so die Abgeordnete. 42 Prozent aller Teilnehmer kommen aus dem Fachhochschulsektor. "Wenn die Studierenden wissen, dass sie in einer bestimmten Zeit fertig werden, trauen sie sich auch eher zu, flexibel zu sein", unterstrich die Wissenschaftssprecherin.

Neue Übergangsbestimmungen für die Leitung von FH-Kollegien

Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin hat zudem heute im Ausschuss gemeinsam mit der SPÖ einen Antrag eingebracht, der Übergangsbestimmungen für Leitungen von Fachhochschulkollegien schafft. Dadurch soll verhindert werden, dass auch an jenen Fachhochschulen, an denen erst kürzlich ein neuer Rektor gekürt wurde, schon wieder Wahlen anstehen. Cortolezis: "Es ist nicht zumutbar, sich innerhalb eines Jahres zweimal für einen Posten zu bewerben." Durch die Gesetzesreparatur sollen nur noch jene elf Fachhochschulen automatisch einen neuen Rektor küren müssen, die bisher überhaupt keine Kollegien hatten bzw. jene zwei FH mit Kollegien, an denen ohnehin eine Neuwahl angestanden wäre. Für die anderen acht Einrichtungen soll es eine "Übergangsphase" geben, wenn die Funktionsperiode des Rektors, die übrigens jeder Standort autonom bestimmen kann, über den 1. September hinausgeht.

Investieren in die Zukunft trotz Konsolidierung

Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin wies zudem auf die jüngste Studie des Europäischen Universitätenverbandes, nach der Österreich bei der Hochschulfinanzierung zur Spitzengruppe der europäischen Länder zähle. "Während andere europäische Staaten Sparmaßnahmen setzen, investierten wir weiter in den Hochschulbereich", verwies Cortolezis-Schlager auf die bisherige Budgetsteigerungen und die Hochschulmilliarde.

Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei den öffentlichen Ausgaben für tertiäre Bildung mit 1,2 Prozent des BIP sowohl über dem OECD-Durchschnitt (ein Prozent), als auch über dem EU-Durchschnitt (1,1 Prozent). "Der öffentliche Anteil ist erfreulich, nun muss es aber auch um eine Steigerung der privaten Mittel gehen", betonte die Abgeordnete. Dazu zählen neben privaten Geldgebern auch Studienbeiträge.

Finanzierung für ISTA verlängert

Auch im Forschungsbereich stehe Österreich gut da, so die Abgeordnete, welche die Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Niederösterreich über das Institute of Science and Technology -Austria (ISTA) begrüßt. Die vereinbarte verlängerte Finanzierung bis zum Jahr 2026 ermögliche dem Institut eine ausreichende Planungssicherheit. "ISTA hat in Österreich und international eine glänzende Entwicklung vorzuweisen, die sich auch in einer guten Evaluierung ausgedrückt hat", schloss Cortolezis-Schlager.
(Schuss)

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