vida: "Gewohnt plumper FPÖ-Populisms" auch zur FluglotsInnenausbildung

Gewerkschaft und Betriebsrat fordern seit Jahren Ausbildung auf Fachhochschulniveau: Österreich könnte Ausbildungsvorreiter in der EU werden

Wien (OTS) - (vida/ÖGB) Als "gewohnt plumpen FPÖ-Populismus, bar jeglicher Sachlichkeit" weist Norbert Payr, Vorsitzender des Berufsgruppenausschusses Flugsicherung in der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, die Behauptungen von FPÖ-Verkehrssprecher Deimek zurück, wonach der Austro Control Betriebsrat und die Gewerkschaft für "Schikanen" bei den Prüfungen für auszubildende FluglotsInnen verantwortlich seien. "Das ist völliger Schwachsinn. Aber von der FPÖ ist wohl nichts anderes mehr zu erwarten: Schließlich hat sich diese Partei mit ihrem absurden und standortschädigenden Vorschlag, dass der Flughafen Wien mitsamt seinen zigtausenden Arbeitsplätzen nach Ungarn verlegt werden soll, bereits sachpolitisch deklassiert", kritisiert Payr.****

Faktum sei, so Payr weiter, dass sich Betriebsrat und Gewerkschaft vida für mehr Stellen und für eine Verbesserung der FluglotsInnenausbildung einsetzen. Nicht nur sinkende Auslastungen bei den Airlines und Kostendruck durch seit Jahren anhaltende Finanz-und Wirtschaftkrisen sowie durch das Single-European-Sky-Abkommen der EU, das eine Vereinheitlichung des europäischen Luftraumes vorsieht, würden die Umsetzung dieser Forderungen nicht gerade einfacher machen. Zudem werden zur Personalrekrutierung in regelmäßigen Abständen die Tore der Austro Control Ausbildungsakademie geöffnet, um Interessierten und potenziellen Berufseinsteigern das Berufsbild mit seinen verantwortungsvollen sicherheitstechnischen Aufgaben näher zubringen, so der Gewerkschafter.

"Erfreulich ist, dass jetzt auch die FPÖ zumindest erkannt hat, dass die Fluglotsenausbildung verbesserungswürdig ist", stellt Payr fest. Die Gewerkschaft vida fordert seit über zehn Jahren eine Aufwertung der Ausbildung. Niemand wird davon Schaden tragen, wenn die Qualität und das Bildungsniveau der BewerberInnen gehoben und sichergestellt werden. "Schließlich geht es im Flugbetrieb um die Sicherheit unzähliger Passagiere und Flugzeugcrews. Dem wird sicherlich auch die FPÖ nicht widersprechen wollen", betont der Gewerkschafter.

Aus diesen Gründen haben Gewerkschaft und Betriebsrat ein Konzept erarbeitet, wonach die Ausbildungsakademie der Austro Control zur Fachhochschule für Flugsicherung umgestaltet werden könnte, erörtert Payr. Österreich würde sich damit die einzigartige und wegweisende Chance bieten, sich als Ausbildungsvorreiter in der Flugsicherung für ganz Europa zu etablieren. Es sei aber klar, dass dazu vorher Investitionen nötig sind. "Zur Gesamtmaterie führen wir mit dem Austro Control-Management konstruktive Gespräche. Wir hoffen, dass bereits im Herbst erste Umsetzungsschritte folgen könnten", schloss Payr.

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