Lueger zu Mikl-Leitner: Von vereinfachter Familienförderung haben alle Familien mehr

Wien (OTS/SK) - Als "unverständlich" bezeichnete SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Angela Lueger die Haltung von ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner, die sich gegen eine einfache und nachvollziehbare Förderung von Familien und Kindern ausspricht und das ungerechte System, das über steuerliche Absetzbeträge funktioniert, noch weiter ausbauen möchte. Wir geben in Österreich im internationalen Vergleich sehr viel Geld für Familien aus, der Vergleich mit anderen Ländern zeigt aber, dass der Erfolg zu wünschen übrig lässt. "Also müssen wir das System verbessern: Mit einer Vereinfachung der Leistungen könnten wir die Familienbeihilfe massiv erhöhen und es blieben noch Mittel über für einen Ausbau der Betreuungsplätze. Davon hätten alle Kinder und Familien Vorteile, nicht nur besser Verdienende", so Lueger. ****

Die Familien müssen sich derzeit mit einer unübersichtlichen Vielfalt von Familienleistungen mit unterschiedlichen Anträgen sowie einem Dschungel an steuerlichen Frei- und Absetzbeträgen auseinandersetzen, von denen zwei Drittel der Kinder nichts haben, weil sie von den Eltern nicht geltend gemacht werden. "Allein der Rechnungshof bestätigt 117 unterschiedliche Familienleistungen in Bund und Ländern, die für niemand durchschaubar sind", so Lueger, "vielleicht liegt darin der Grund, dass es keinen Einblick für die Öffentlichkeit in die Familiendatenbank des Familienministeriums gibt".

Interessant wäre für Lueger auch, was mit dem Geld geschieht, das von Familien nicht abgeholt wurde. Immerhin bleiben laut Anfragebeantwortung rund 220 Millionen Euro im Topf. "Damit könnten wir nicht nur den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze weiter vorantreiben", so Lueger.

"Wir hören auf die Familien, die wollen Wahlfreiheit, das bedeutet aber, dass die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Wenn Mikl-Leitner Frankreich als positives Beispiel nimmt, da dort die Geburtenrate deutlich höher ist als in Österreich, verschweigt sie, dass dort die Kinderbetreuung schon für die Kleinsten perfekt ausgebaut ist. "Denn damit ist Familien und jungen Menschen, die eine Familie gründen und ihren Beruf weiter ausüben wollen, am meisten geholfen", so Lueger. (Schluss) bj/sl

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