Wieder Fiaker-Unfall in Salzburg - Menschen und Pferd verletzt

Verein Pfotenhilfe fordert Verbot dieser Tierquälerei

Wien (OTS) - Gestern Abend wurde in der Salzburger Innenstadt ein Fiaker-Pferd offenbar durch einen Schwarm Bremsen in Panik versetzt. Das Tier riss sich daraufhin von der Kutsche los und verletzte dabei den Kutscher. Kurze Zeit später galoppierte es auf ein Auto zu und verursachte einen Unfall, bei dem eine Frau und das Pferd verletzt wurden. Trotz Schmerzen rannte das panische Tier noch weitere sechs Kilometer durch die Stadt, bis es von der Polizei eingefangen werden konnte.

Nach dem Fiaker-Unfall gestern Abend wird nun auch die Kritik der Fiaker-Gegner immer heftiger. Sonja Weinand, Sprecherin des Verein Pfotenhilfe, dazu: "Dass es immer noch erlaubt ist, dass Pferde Tag für Tag fast ohne Pause durch die Straßen laufen müssen, ist mir unerklärlich. Und dass Pferde sich in der Stadt nicht wohl fühlen, ist wohl für jeden von uns nachvollziehbar."

Es ist durchaus üblich, Fiaker-Pferde sieben Tage die Woche und meist von früh bis spät über den harten Asphalt laufen zu lassen. "Die schädlichen Abgase und vor allem die vielen vorbeifahrenden Autos und Straßenbahnen sind für schreckhafte Fluchttiere, wie Pferde es sind, eine große Belastung. Bei jeder Witterung müssen diese Tiere den ganzen Tag hart arbeiten und sind dabei oft Regen, Schnee und starker Hitze ausgesetzt." betont Sonja Weinand.

Doch das traurige Schicksal dieser Pferde beginnt bereits früh. Oft werden Jungtiere als Trabrennpferde benutzt, später für Fiaker weiter verwendet und nach vielen Jahren harter Arbeit noch an Reitställe verkauft. Ihr trauriges Leben endet dann meistens beim Schlachter. Auch im Tierheim Pfotenhilfe Lochen (OÖ) lebt ein ehemaliges Fiaker-Pferd. "Unser "Einstein" darf sich hier von seiner anstrengenden Vergangenheit erholen und einen ruhigen Lebensabend bis zum natürlichen Tod genießen." berichtet Sonja Weinand abschließend.

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Sonja Weinand
Vereinssprecherin Verein PFOTENHILFE Sonja.weinand@pfotenhilfe.org
Tel.: 01 / 892 23 77
www.pfotenhilfe.org

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