SoHo fordert zu friedlicher Pride Woche und Parade in Budapest auf

Traschkowitsch kritisiert offene Anfeindungen gegen Lesben, Schwule und Transgender Personen in Ungarn

Wien (OTS/SK) - Die Situation in Ungarn wird nicht besser. Bereits im Vorfeld der "EuroGames 2012", einer sportlichen Großveranstaltung für Lesben, Schwule und Heterosexuelle aus ganz Europa, und nun zur bevorstehenden "Pride"-Woche und der Parade am 7. Juli hetzen Rechtsradikale und homophobe Gruppierungen sowie die ungarische Rechtspartei Jobbik gegen die Veranstaltungen und ihre OrganisatorInnen. "Was ist mit den ungarischen Politikern und maßgeblichen Behördenvertretern, allen voran dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und seinem Parteikollegen, dem Budapester Bürgermeister István Tarlós, los? Von welchen Gedanken sind die Handlungen dieser Personen derzeit geprägt?", fragte Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzende der SoHo (Sozialdemokratische Lesben, Schwulen und Transgenderorganisation) heute, Freitag, gegenüber dem SPÖ Pressedienst.****

"Es scheint, Orbáns Regierung toleriert offen die Diskriminierungen und Anfeindungen gegen Angehörige von Minderheiten in Ungarn und überlässt sie schutz- und rechtlos rechtsextremen Übergriffen. Das ist unverantwortlich und für einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union inakzeptabel", betonte Traschkowitsch. Es brauche daher ein "Mehr an Europa", fordert Manfred Wolf, Stv. Wiener Landesvorsitzender der SoHo. Denn die Europäische Union sei eine Garantin für Menschenrechte, die Antidiskriminierungsrichtlinien vorgibt und ihre Einhaltung überwacht.

"Der Wiener Gemeinderat hat in einem vor Kurzem beschlossenen Resolutionsantrag gezeigt, dass man gegen jegliche Gewalt an Lesben, Schwulen und Transgender Personen mit Entschiedenheit eintritt, sowie Politik und Behörden ersucht, den Schutz der TeilnehmerInnen an den Veranstaltungen zu gewährleisten", berichtet Traschkowitsch. Gleichzeitig biete man auch Hilfestellungen beim Aufbau eines Dialoges mit der ungarischen LGBT Community an.

"Ich wünsche mir, dass Polizei und Behörden der Schutz der TeilnehmerInnen und internationalen Gäste in der kommenden Woche in Ungarn ein besonderes Anliegen ist. Ansonsten müsste man sich wirklich fragen, wie der ungarische Prospektslogan 'Träum Dich hin!' zu verstehen ist. Als Albtraum oder als eindeutige Aufforderung, das Urlaubsland Ungarn hinkünftig zu meiden?", so Traschkowitsch.(Schluss) sc

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