GLOBAL 2000: Globale Erwärmung macht Hitze-Sommer immer wahrscheinlicher

Umweltschützer warnen davor, beim Klimaschutz die letzten "roten Ampeln" zu überfahren

Wien (OTS) - Heute beginnt laut Wetterprognosen in Österreich die zweite Hitzewelle dieses Jahres, am Samstag werden Rekordtemperaturen erwartet. Für GLOBAL 2000 ist dies ein Anlass, auf die Folgen der globalen Erwärmung aufmerksam zu machen: "Schon durch die bisherige Erwärmung ist die Wahrscheinlichkeit von Hitzesommern um das Zwanzigfache gestiegen," erklärt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000. Zwar dürfen Wetterextreme nicht mit langfristigen Klimaveränderungen verwechselt werden, dennoch geben die Beobachtungen Anlass zur Sorge: "Drei der vier heißesten Sommer die je in Österreich gemessen wurden, waren in den letzten 20 Jahren. Den Rekord hält das Jahr 2003," erklärt Wahlmüller.

Damals wurde ganz Europa vom bisher schlimmsten Hitzesommer seit Beginn der Aufzeichnungen geplagt. Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad in den europäischen Städten forderten auch zahlreiche Menschenleben. Zwischen 25.000 und 60.000 Todesfälle werden ursächlich mit dem Hitzesommer 2003 in Verbindung gebracht. "Diese Hitzewelle war damit die größte humanitäre Katastrophe in der jüngsten europäischen Geschichte", sagt Wahlmüller. Die statistische Wahrscheinlichkeit liegt bei einmal in 450 Jahren für ein Eintreten einer solchen Hitzewelle, durch die globale Erwärmung ist diese Wahrscheinlichkeit aber schon um das Zwanzigfache gestiegen. "Klimaforscher gehen davon aus, dass Hitzesommer in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts bereits jedes zweite Jahr stattfinden könnten," betont Wahlmüller.

GLOBAL 2000 fordert die Politik eindringlich auf, stärkere Massnahmen zu ergreifen, um die globale Erwärmung wirksam einzudämmen und den "unkontrollierbaren Klimawandel" zu vermeiden: "Wir laufen Gefahr, die letzten roten Ampeln zu überfahren, wenn nicht rasch gehandelt wird." Bei weiterem Temperaturanstieg drohen tragende Säulen des globalen Klimasystems völlig zu kollabieren. Irreversible, unkontrollierbare Klimaveränderungen wären dann die Folge. Für GLOBAL 2000 ist daher Abwarten keine Option: "Umweltminister Berlakovich soll jetzt rasch Ergebnisse vorlegen, wie Österreich seine Klimaziele bis 2020 erreichen will. Gleichzeitig muss er sich dafür einsetzen, dass Europa seinen fairen Anteil tragen wird und 40 % seiner Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 einspart. Nur so können die schlimmsten Folgen noch vermieden werden", fordert Wahlmüller abschließend.

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