Industrie begrüßt und unterstützt "Europäischen Pakt für Wachstum und Beschäftigung"

IV-Präsident Kapsch: Industrie steht hinter Fahrplan für neue Architektur für Europa - Wachstum braucht mehr Freiheit auf allen Ebenen - Ja zur Regulierung, nein zur Reglementierung

Wien (OTS/PdI) - Die Industrie begrüßt den "Europäischen Pakt für Wachstum und Beschäftigung" sowie die vom EU-Gipfel vorgeschlagenen Maßnahmen, wie der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Georg Kapsch heute, Freitag, betonte. "Wir müssen alle Wachstumspotenziale in Europa nutzen. Dies wird aber nur gelingen, wenn die europäischen Unternehmen sowie die Unternehmerinnen und Unternehmer mehr Freiheit erhalten", so Kapsch. Derzeit sei Europa in vielen Bereichen über- oder fehlreguliert, ein rasches Umdenken sei jedoch nicht in Sicht. Aus Sicht der Unternehmen sei aber klar, wohin die Reise gehen müsste: "Ein klares Ja zur Regulierung, gleichzeitig aber ein ebenso klares Nein zur Reglementierung." Die Tendenz, alle Bereiche, gerade auch des Wirtschaftslebens, strengstens und bis ins kleinste Detail zu reglementieren sei in höchstem Maße kontraproduktiv: "Wir sind in diesen schwierigen Zeiten mehr denn je auf die Innovationskraft unserer Wirtschaft angewiesen. Innovation entsteht aber nur dort, wo genügend Freiräume vorhanden sind", betonte Kapsch.

Zudem müsse rasch die Vertrauenskrise gegenüber Europa und dem Euro überwunden werden. "Viele unserer Probleme sind hausgemacht, denn die meisten Mitgliedstaaten verfolgen die Beseitigung der Schieflagen ihrer öffentlichen Haushalte zu wenig ambitioniert, auch strukturelle Reformen werden zu zaghaft umgesetzt", sagte Kapsch. Elementar sei aber auch, dass bei der Vollendung der Währungsunion zu einer politischen Union die richtige Schrittfolge eingehalten werde, "um auf dem Weg der Veränderung nicht zu straucheln. Gemeinsame Regeln im Bereich des Finanzsektors, der Haushalts- und Wirtschaftspolitik müssen durch wirksame europäische Eingriffsrechte der Kontrolle und Sanktionierung untermauert werden, wenn sich EU-Regierungen nicht an die gemeinsamen Regeln halten sollten", so der IV-Präsident. Eine "Vergemeinschaftung von Schulden" ohne bzw. vor der Realisierung einer integrierten Haushalts- und Wirtschaftspolitik könne jedenfalls nicht funktionieren und würde "ausgerechnet jene bestrafen, die sich um eine nachhaltige Budgetpolitik bemüht haben".

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001