Gesundheitsplattform beschloss formell das Wiener Spitalskonzept 2030

Wien (OTS) - Die baulichen Notwendigkeiten und
Standortüberlegungen des Wiener Spitalskonzepts 2030, 2011 in Rust von Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely präsentiert, wurden heute, Donnerstag, von der Wiener Gesundheitsplattform formell beschlossen und im Rahmen des Regionalen Strukturplans Gesundheit 2020 (RSG) in Zahlen gegossen. Wien richtet in Abstimmung mit der Wiener Gebietskrankenkasse seine Gesundheitsversorgung mit der Perspektive 2020 neu aus. Damit wird den demografischen und technologischen Veränderungen auch gesundheitsplanerisch Rechnung getragen und die Gesundheitsversorgung in Wien für die nächsten Jahrzehnte gesichert. "Wien bietet im Gesundheitsbereich auch in Zukunft beste Versorgung - und das leistbar, qualitativ messbar auf höchstem Stand und demokratisch legitimiert statt alleine vom privaten Markt dominiert", unterstrich die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely.

Die Grundlage für den Regionalen Strukturplan Gesundheit ist der vom Bund definierte Österreichische Strukturplan Gesundheit. Auf dieser Basis haben externe ExpertInnen im Auftrag des Wiener Gesundheitsfonds und in enger Abstimmung mit allen Trägern den Regionalen Strukturplan Gesundheit 2020 erarbeitet. Die Umsetzung des RSG obliegt den Trägern, im Fall der städtischen Spitäler dem Wiener Krankenanstaltenverbund.

Während früher viel häufiger Erkrankungen oder die nach Operationen notwendigen Behandlungen grundsätzlich für einen längeren stationären Aufenthalt im Spital gesorgt haben, können heute neue Versorgungsformen, intelligente Kooperationen zwischen dem stationären, ambulanten und niedergelassenen Bereich sowie Tages- und Wochenkliniken eine wesentlich bessere und schnellere Behandlung gewährleisten.

Daher ist es das Ziel, die auf Grund dieser medizinischen Entwicklung immer seltener notwendigen, aber enorm teuren Akutbetten in den Spitälern deutlich zu reduzieren und gleichzeitig den Pflegebereich auszubauen. Der Regionale Strukturplan Gesundheit 2020 sieht einen Akutbettenabbau von derzeit 10.487 (Stand 2010) in ganz Wien um 667 auf 9.820 im Jahr 2020 vor. Darüber hinaus verbessern Konzentrationen die Qualität der PatientInnenbehandlung, weil höhere Fallzahlen an Ort und Stelle die Ergebnisqualität verbessern.

2020 werden sieben städtische Spitäler die Versorgung übernehmen: das AKH Wien, das Donauspiel, das Wilhelminenspital, das Krankenhaus Hietzing, das Kaiser-Franz-Josef-Spital, die Rudolfstiftung und das Krankenhaus Nord. Die Standorte Kaiserin-Elisabeth-Spital, Sophienspital, Otto-Wagner-Spital, Orthopädisches Krankenhaus Gersthof, Semmelweisklinik, und Krankenhaus Floridsdorf werden abgesiedelt und ihre Leistungen verlagert. Im Bereich der nicht-städtischen Spitäler wird der Standort St. Elisabeth künftig keine Aufgaben im Bereich der Akutversorgung mehr übernehmen. (Schluss) me

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