Schennach: Europarat unterstützt Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Ansonsten droht eine verlorene Generation

Wien (OTS/SK) - Der Sprecher der S&D-Fraktion im Europarat, SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach berichtet, dass der Europarat in einer Entschließung Kritik an der einseitigen Sparpolitik in einigen Ländern Europas geübt hat. Der Verzicht auf ein Wachstumspaket würde zu einer einseitigen Belastung schwacher Einkommensschichten führen und gleichzeitig eine Gefährdung der Demokratie und der Menschenrechte bedeuten. "Neben dem Bekenntnis zum Sparen müssen wir alle Anstrengungen auf die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit richten", so Schennach am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. In diesem Zusammenhang verwies Schennach auf den dramatischen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in Ländern wie Griechenland, Spanien und Italien. Griechenland hat mit 52,7 Prozent die höchste Jugendarbeitslosigkeit in Europa, gefolgt von Spanien mit 51,5 Prozent. "Millionen von jungen Menschen sind arbeitslos. Es droht eine verlorene Generation. Das ist explosiver Stoff für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa", warnt Schennach. ****

Der S&D-Sprecher erwartet sich eine gezielte öffentliche Investitionspolitik, die das Abdriften in eine wesentlich teurere Rezession und Depression verhindern kann. In diesem Zusammenhang verabschiedete der Europarat weitere zwei Entschließungen zur Situation der Jugendlichen und zur Situation der Städte und Gemeinde infolge überzogener Sparpolitik. Darin kritisiert der Europarat die Situation von Studienabgängern in den letzten zehn Jahren. "Wenn junge Akademikerinnen und Akademiker nur noch ihren beruflichen Weg mit prekären Beschäftigungen, als Trainees und mit Praktika fortsetzen können, ist das ein gefährlicher Weg", so Schennach. Besonders besorgt zeigt sich der Europarat auch über die Situation der Städte und Gemeinden. "Es sind vor allem die Kommunen, die Investitionen der Wirtschaft auslösen und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen. Daher dürfen wir sie auch nicht im Stich lassen", so Schennach. Erfreut zeigt sich Schennach, dass auch der Europarat die Einführung einer umfassenden Transaktionssteuer diskutiert und sich massiv gegen Steuerparadiese ausgesprochen hat. (Schluss) bj/rm

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