FP-Frigo zu KAV: Projektpfuscherei im EDV-Bereich besser bleiben lassen

Statt lange OP-Wartezeiten zu dokumentieren lieber das Personal motivieren und Ressourcen schaffen

Wien (OTS/fpd) - Wie jüngst in der Tageszeitung "Heute" zu lesen war, kommt es in Speising offensichtlich zu Engpässen bei orthopädischen Operationen. Im heutigen Landtag wurde einstimmig eine Änderung des Wiener Krankenanstaltengesetzes beschlossen: Eine OP-Warteliste soll mehr Transparenz, besonders in den Fächern Augenheilkunde, Orthopädie und Neurochirurgie bringen, möglichst auf elektronischem Weg. Auch der Patient soll Einblick in die Warteliste erhalten.

"Prinzipiell kann eine elektronische Warteliste transparent sein", so der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien LAbg. Univ.-Prof. Dr. Peter Frigo, "vorausgesetzt das IT-System ist dazu ausreichend geeignet." An dieser Stelle sei allerdings an die EDV-Projekte AKIM und KIS IMPULS erinnert, die zusammen über 100 Millionen Euro verschlungen haben. Besonders im Hinblick auf die extrem verzögerte Geburt von AKIM (bis heute nicht implementiert)rückt ein Wartelistensystem, auf das sogar der Patient Zugriff haben soll, in den Bereich der Sciencefiction.

"Die Realität ist immer komplexer als die Modelle: Wie verhält es sich zum Beispiel mit Notfällen, die eingeschoben werden müssen, oder Personal und/oder Raumausfällen. Dies bringt nämlich die beste Warteliste zu Fall", so Frigo.

"Frau Stadträtin Wehsely muss in erster Linie die notwendigen Ressourcen an Personal- und Sachaufwand für einen reibungslosen OP-Betrieb bereitstellen und die Projektpfuscherei im EDV-Bereich endlich sein lassen", fordert Frigo abschließend. (Schluss) hn

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