Plank: Ohne vernünftige Einspeisetarife wird die heimische Ökostrom-Erzeugung weiter sinken

Wien (OTS) - "Die Bilanz der vergangenen Jahre bestätigt, dass die bisherigen Einspeisevergütungen den Anteil der Erneuerbaren Energien in Österreich nicht wesentlich vorangebracht haben. Die jüngsten Zahlen von Eurostat zeigen, dass die Anteile von 2009 auf 2010 von 67,7 auf knapp über 61% um 6 Prozent sogar rückläufig waren. Und auch die bereits über die E-Control verfügbaren Zahlen für 2011 zeigen einen Rückgang in der heimischen Ökostromproduktion um über 7% und bestätigen den weiteren Abwärtstrend.

"Wir erwarten uns daher von energiepolitischen Entscheidungsträgern vernünftige Einspeisetarife, damit das am 1. Juli inkrafttretende Ökostrom-Gesetz umgesetzt, der Ausbau von Ökostrom wesentlich beschleunigt und Ökoenergie Anlagen dadurch schneller an die Marktreife herangeführt werden können", so Präsident Plank von EEÖ-Erneuerbare Energie Österreich.

Tatsächlich zeigt der EU-Vergleich, dass Österreich zwar Spitzenreiter im Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung ist. Dennoch konnte mit 2010 das EU-Ziel, den Anteil auf 78,1% am Bruttoinlandsverbrauch bei weitem nicht erreicht werden.

Darüber hinaus stagniert seit Jahren der heimische Ökostrom-Ausbau. Zwar wurden in den letzten Jahren Ökoenergie-Anlagen hinzugebaut. Der direkte Vergleich mit Deutschland zeigt aber, was mit einer ambitionierter Energiepolitik möglich wäre. Während hierzulande mit dem Ökostrom-Ausbauvolumen der letzten Jahre gerade einmal der steigende Stromverbrauchszuwachs abgedeckt und eine minimale Steigerung von 10% erreicht werden konnte, hat Deutschland in der selben Zeit seinen Ökostrom-Anteil Versiebenfacht. Und das ohne Wasserkraft und Biomasse.

Energiewende im Strombereich möglich machen - mit den richtigen Signalen an die Investoren.

"Unser hoher Anteil an erneuerbaren Energien in der Stromversorgung darf uns kein Ruhekissen sein. Die mit dem neuen Ökostrom-Gesetz prognostizierte Ausbauleistung bei Wind, Photovoltaik , Wasserkraft und Biomasse, können auch mithilfe einer entsprechenden Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes eine vollständige Energiewende im Strombereich bis 2020 möglich machen kann. Damit diese Prognose auch eintritt, braucht es auf Grundlage des neuen Ökostrom-Gesetzes vernünftige und marktgerechte Einspeisetarife, um die richtigen Signale an die Investoren in Ökoenergie-Anlagen geben zu können", so Präsident Plank abschließend.

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