Wr. Landtag - SP-Peschek: Jeder Mensch ist für uns gleich viel wert

FPÖ will Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen ausselektieren

Wien (OTS/SPW-K) - In der Landtagsdebatte zum Tätigkeitsbericht 2011 der Kinder- und Jugendanwaltschaft kritisierte SP-Landtagsabgeordneter Christoph Peschek die Arroganz konservativer Parteien: "Einerseits fordern ÖVP und FPÖ ein, dass sich Eltern mehr um ihre Kinder kümmern sollen. Gleichzeitig forcieren sie aber die Liberalisierung des Arbeitslebens, sodass den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern immer weniger Zeit für das Familienleben bleibt. Dabei ist es unsere Aufgabe als Politiker dafür zu sorgen, dass Eltern Zeit mit ihren Kindern verbringen können, indem wir den permanenten Zeitdruck reduzieren und gemeinsame Freizeitangebote schaffen."

Eine zweite Facette in der gesellschaftlichen Entwicklung bereitete für Peschek ebenfalls Anlass zur Sorge. Die europaweit steigende Jugendarbeitslosigkeit führe zu Ängsten und Perspektivenlosigkeit. "In Wien folgen wir daher dem Grundsatz, dass jeder Mensch gleich viel Wert ist und unabhängig von der Position der Eltern, die besten Bildungschancen haben muss, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Genau aus diesem Grund investieren wir auch 1,7 Milliarden Euro in Bildung und Kinderbetreuung", erinnerte der SP-Mandatar. Während die FPÖ an einem Bildungssystem des vorvorigen Jahrhunderts festhalte, das auf Selektion setzt, fordere er als Sozialdemokrat klar die Beibehaltung des beitragsfreien Kindergartens und die ganztägige, gemeinsame Schule ein, in der Stärken gestärkt und Schwächen geschwächt werden. "Das wahre Interesse der FPÖ ist es, Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen auszuselektieren. Für uns ist jeder Mensch hingegen gleich viel wert", betonte Peschek.

Gewalt ist nie eine Lösung

Besonders widmete sich der SP-Landtagsabgeordnete außerdem der im Tätigkeitsbericht sehr sachlich analysierten Problematik der Jugendgewalt: "Gewalt ist nie eine Lösung, aber das sehen scheinbar nicht alle so. In der FPÖ forderte beispielsweise der Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch Tetschn für ungehorsame Schulkinder. Die vielen Burschenschafter unter den Wiener FPÖ-Gemeinderäten dreschen einander gegenseitig mit Säbeln. Wir wollen keinerlei Gewalt, sondern die bestmöglich Unterstützung für Kinder und Jugendliche, die Gefahr laufen, in diese Richtung abzudriften."

Für die Jugend forderte der SP-Mandatar Zukunftsperspektiven, soziale Gerechtigkeit, Partizipation und Mitbestimmung sowie ausreichen Jobmöglichkeiten ein: "Das sind klare Zielsetzungen und Visionen, damit alle die bestmöglichen Chancen erhalten. Das Bessere ist aber der Feind des Guten, daher ist es wichtig immer konkrete Kritik- und Verbesserungspunkte einfließen zu lassen. Genau dafür ist die Kinder- und Jugendanwaltschaft ein wichtiger Partner und für diese gute Zusammenarbeit möchte ich mich ausdrücklich bedanken."

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