Cortolezis-Schlager zur Reifeprüfung: Wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung ist sicherzustellen

ÖVP-Wissenschaftssprecherin will auch Sprachförderkurse begleitend weiter evaluieren

Wien (OTS/ÖVP-PK) - In der Bildungspolitik ist es uns ein großes Anliegen, dass quer über alle Schularten in gewissen Kompetenzbereichen die Erreichung gemeinsamer verpflichtender Bildungsstandards sichergestellt wird. Bei so einem anspruchsvollen Projekt wie der standardisierten Reifeprüfung, die einen gewaltigen Paradigmenwechsel im österreichischen Bildungswesen und für die Qualitätssicherung in der Schule darstellt, ist die Frage der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluierung sicherzustellen. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager bei der Diskussion über den Bericht der Unterrichtsministerin zur Entwicklung der standardisierten kompetenzorientierten schriftlichen Reife- und Diplomprüfung in der Sitzung des Unterrichtsausschusses.

"Gerade weil es um eine große österreichweite Testung geht, brauchen wir eine exzellente wissenschaftliche Begleitung und eine starke Verknüpfung mit der bildungswissenschaftlichen Expertise und hochschulischer Fachdidaktik", fuhr die ÖVP-Abgeordnete fort.

Cortolezis-Schlager wies darauf hin, dass sich einige Schulen bereits sehr gut auf die neue Reifeprüfung vorbereitet hätten und jetzt über die Verschiebung enttäuscht seien, andere wiederum hätten sich hinsichtlich der Vorbereitung "erst auf den Weg gemacht". "Es muss sichergestellt sein, dass quer durch Österreich alle Schülerinnen und Schüler dieselben Chancen haben. Wir müssen Fairness in den Leistungsbeurteilungen sicherstellen und alles tun, damit dieses Jahr gut genützt wird und die Bedenken der Schulpartner ausgeräumt werden können."

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht ein Bundesgesetz, mit dem das Schulorganisationsgesetz geändert wird. Dabei geht es konkret um Sprachförderkurse, wie sie seit dem Schuljahr 2006/07 durchgeführt werden. Sie würden nach geltender Rechtslage nun mit Ende dieses Schuljahres auslaufen. Da sich diese Sprachförderkurse aber bewährt haben, sollen sie um zwei Jahre verlängert werden. "Sprachförderung ist eine sinnvolle Maßnahme", begrüßt Cortolezis-Schlager diese Verlängerung. Sie wünscht sich allerdings auch bei der Sprachkompetenz eine Verknüpfung mit der Fachdidaktik an den Universitäten und dem Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrum in Graz sowie Kooperationen mit dem Österreich-Institut. "Ich halte es für enorm wichtig, dass auf die Expertise der Universitäten im Bereich Deutsch als Fremdsprache zurückgegriffen wird, vor allem in der Elementarpädagogik. Sprache gehört mit fachdidaktischer Kompetenz ausgebildet. Wir müssen sicherstellen, dass die Kinder nach den neuesten Erkenntnissen gefördert werden", fordert Cortolezis-Schlager auch eine begleitende Evaluierung.

Da das letzte Kindergartenjahr nun verpflichtend ist, ist es richtig, in einer Zeitreihe über die Jahre festzustellen, ob und wie jede einzelne Fördermaßnahme zu greifen beginnt. In diesem Zusammenhang hat Cortolezis-Schlager einen Entschließungsantrag eingebracht, in dem die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur ersucht wird sicherzustellen, dass die gegenständliche Regelung und deren praktische Umsetzung in den einzelnen Bundesländern sowie die Auswirkungen bis 1. September 2013 evaluiert werden und diese Evaluierung dem Nationalrat als Bericht vorgelegt wird.
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