- 28.06.2012, 12:11:27
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Mitterlehner: Entscheidende Monate für Konjunktur bis in den Herbst hinein
Wirtschaftsminister zu Wifo- und IHS-Prognose: Österreich gut aufgestellt, aber Lösung der Euro-Staatsschuldenkrise nötig, um Vertrauen der Wirtschaft in Investitionen zu stärken
Wien (OTS/BMWFJ) - "Die Risiken für eine positive
Konjunkturentwicklung steigen, aber Österreichs Wirtschaft ist trotz
der Belastungen durch die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum
vergleichsweise gut aufgestellt. Entscheidend für die Wachstumsrate
2012 wird vor allem der weitere Verlauf der Schuldenkrise bis in den
Herbst hinein. Je schneller es hier eine Lösung gibt, die in der
Wirtschaft Vertrauen für Investitionen schafft, desto besser", sagt
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner zur am Donnerstag
präsentierten Konjunkturprognose von Wifo und IHS. Laut Wifo wird
Östereichs Wirtschaft heuer um 0,6 Prozent wachsen, laut IHS um 0,8
Prozent. 2013 soll sich das Wachstum sogar auf 1,3 bzw. 1,7 Prozent
mehr als verdoppeln.
Unterstützend für die heimische Konjunktur wirkt so wie in
Deutschland vor allem der private Konsum, der heuer je nach Institut
um 0,8 bzw. 0,9 Prozent steigen soll. "Hier bewährt sich unser
ausgewogenes Konsolidierungspaket, das trotz der notwendigen
Einsparungen mehrere Offensivmaßnahmen beinhaltet", so Mitterlehner.
Positiv fällt auch der internationale Vergleich der Wachstumsraten
aus: "Der Österreich-Bonus hält. Wir zählen in einem sehr schwierigen
Umfeld zu den Wachstumszentren des Euro-Raums", verweist Mitterlehner
auf die Wifo-Prognose für die Eurozone, wonach deren
Bruttoinlandsprodukt heuer um 0,2 Prozent schrumpfen und 2013 nur um
1,1 Prozent wachsen soll. "Unser Wachstumsvorsprung unterstreicht die
Leistungskraft der Unternehmen und die guten Rahmenbedingungen am
Standort Österreich, auch wenn wir laufend an besseren Strukturen
arbeiten müssen", so Mitterlehner.
Investitionen forcieren, Kreditklemme verhindern und Export in
neue Märkte unterstützen
Aufgrund der gestiegenen Risiken für die Konjunkturentwicklung und
der höheren EU-Eigenkapitalvorschriften für Banken gewinnen die
Angebote der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) zur
Investitionsförderung an Bedeutung. "Wir wollen damit eine
Kreditklemme auch in Zukunft verhindern und vor allem die
Investitionen in neue Produkte und Dienstleistungen forcieren. Bei
der aws sind heuer insgesamt rund eine Milliarde Euro für Darlehen,
zinsgünstige erp-Kredite, Haftungen und Zuschüsse abrufbar", so
Mitterlehner.
Als wesentlicher Wachstumstreiber wird auch die Exportwirtschaft
gezielt unterstützt. "Auf Basis der Wifo-Prognose ist heuer ein neuer
Exportrekord möglich. Über die Internationalisierungsoffensive 'go
international' forcieren wir den ersten Schritt in den Export und die
Erschließung wachstumsstarker und weniger verschuldeter Länder
außerhalb der Europäischen Union wie China, Indien und Brasilien",
bekräftigt Mitterlehner. "Dazu verteilen wir durch diese
Diversifikations-Strategie das Risiko besser, falls es in einzelnen
Regionen zu Konjunktureinbrüchen kommt", so Mitterlehner. Für 'go
international' stellt das Wirtschaftsministerium der
Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer 35 Millionen Euro
für den Zeitraum von April 2011 bis März 2013 zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Pressesprecher des Bundesministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:waltraud.kaserer@bmwfj.gv.at www.bmwfj.gv.at Mag. Volker Hollenstein Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58 volker.hollenstein@bmwfj.gv.at
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