Neue Matura - Mayer: Toleranzjahr für Schulstandorte, die noch nicht genügend vorbereitet sind

Wien (OTS/SK) - =

"Die neue Matura ist ein Riesenprojekt, das einen
Paradigmenwechsel im Bildungssystem für die nächsten 50 Jahre einleitet. Die Matura wird fairer, objektiver und qualitätsvoller", erklärte SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer am Rande des heutigen Unterrichtsausschusses. Seit bereits fünf Jahren machen Schülerinnen und Schüler an 85 Prozent der Schulstandorte in den lebenden Fremdsprachen die standardisierte Reifeprüfung. "Das funktioniert bestens, es gibt keinerlei negative Rückmeldung. Nur in Mathematik sind seitens Eltern und Schülern Sorgen aufgetreten. Die nehmen wir ernst, deshalb erhalten Schulstandorte, die sich noch nicht genügend vorbereitet fühlen, ein Toleranzjahr", sagte Mayer heute, Donnerstag, zum SPÖ/ÖVP-Initiativantrag, mit dem ein Optionenmodell zur neuen Matura im Unterrichtsausschuss beschlossen wird. Schulen, die sich schon gut genug vorbereitet fühlen, könnten jederzeit schon nach dem ursprünglichen Plan in die neue Reifeprüfung einsteigen oder Teile der neuen Reifeprüfung im Schulversuch vorziehen, sagte Mayer mit Blick auf das flexible Optionenmodell. ****

Die neue Matura basiert auf einem Drei-Säulen-Modell und besteht aus der vorwissenschaftlichen Arbeit, einem standardisierten schriftlichen Prüfungsteil und einem objektivierten mündlichen Prüfungsteil. "Damit können auch individuelle Neigungen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden, und die Schülerinnen und Schüler werden an universitäres Arbeiten herangeführt, indem sie eine vorwissenschaftliche Arbeit schreiben, die sie in einer Defensio mündlich verteidigen", betonte Mayer die Qualitätssprünge, die durch die neue Matura geschafft werden.

Besonders wichtig sei die Lehrendenfortbildung an den Schulstandorten, allein in den letzten beiden
Schuljahren boten Unterrichtsministerium, BIFIE und die verantwortlichen Landeskoordinatoren bereits 1.148 Fortbildungs- und Lehrveranstaltungen für über 21.000 Pädagoginnen und Pädagogen über die neue Reifeprüfung an, sagte Mayer. "Auch das kommende Jahr wird von den Verantwortlichen intensiv genutzt, um vor Ort präsent zu sein und alle Beteiligten noch einmal über den genauen Ablauf zu informieren, damit die Umsetzung gut funktioniert", betonte Mayer. (Schluss) mb/sl

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