VGT: Kritik an heimischer Schweinehaltung berechtigt

Auch zertifizierte AMA-Betriebe sind kein Garant für tiergerechte Haltungsbedingungen

Graz/Wien (OTS) - "Der ökonomische Druck zwingt die österreichischen SchweinehalterInnen zu immer effizienteren Tierfabriken. Schweine werden dabei zur Ware degradiert, einzig die maximale Fleischproduktion zählt. Der 'Ausfall' jener Tiere, die -organisch stets am Limit - schon vor der Schlachtung sterben, ist beinhart einkalkuliert und vollkommen legal.", stellt Elmar Völkl vom Verein gegen Tierfabriken fest. "Selbst wenn den Bauern und Bäuerinnen die ethologischen Bedürfnisse 'ihrer' Nutztiere bekannt wären, Politik und Wirtschaft zwingen zu tierquälerischen Massentierhaltungen die schon längst nicht mehr den Wünschen und Vorstellungen der Bevölkerung entsprechen!".

Aus diesem Grund veranstaltet der VGT gemeinsam mit einer lokalen BürgerInneninitiative in Attendorf bei Graz eine symbolische Aktion gegen den Neubau einer 'Schweinefabrik' für 1080 Schweine:
Am Samstag, den 30.06.2011 werden sich zwischen 11:00 und 12:00 Uhr am Grazer Hauptplatz 1080 Menschen auf exakt derselben Fläche wie der geplanten Tierfabrik einsperren lassen. Mehr Infos unter http://www.stopptierfabriken.at/

Am Montag, den 02.07.2012 präsentiert der VGT in einer Pressekonferenz detaillierte Ergebnisse von über 20 Tierschutzinspektionen in AMA-zertifizierten Schweinemastfabriken. Bei allen Betrieben handelte es sich um "Bauernhofgarantie"-Betriebe, bei allen mussten Übertretungen des Tierschutzgesetzes zur Anzeige gebracht werden. Ein unabhängiger Jurist, sowie Elmar Völkl vom VGT werden die Ergebnisse vortragen und fragen, ob das AMA-Gütesiegel ein Garant für außerordentlich erhöhte Tierschutzstandards ist.

Rückfragen & Kontakt:

Verein gegen Tierfabriken,
Tel: 01/9291498-0

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