• 28.06.2012, 11:49:55
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Grünewald: Differenzierter Blick auf Uni Finanzierung notwendig

Grüner Wissenschaftssprecher fordert klare Mängelanalyse

Wien (OTS) - "Die Studie der European University Association (EUA)
zu öffentlichen Finanzierung der Universitäten in Europa sollte
politisch nicht zum "Rosinenpicken" missbraucht werden. Denn die
stabile Finanzierungslage in Österreich berücksichtigt weder die
Inflation noch die steigenden Studierendenzahlen. Ebenso wenig
miteinberechnet wird der hohe Anteil von Mietkosten, der von den
Universitäten an die Bundesimmobiliengesellschaft gezahlt werden.
Auch die Klagen zahlreicher RektorInnen, sie müssten teils
drastischen Sparmaßnahmen im Bereich von Lehre und Forschung treffen
und sie hätten trotz der "Pseudomilliarde" ihre liebe Not gerade
einmal den Status Quo des Leistungsangebotes zu erhalten, sprechen
eine ganz andere Sprache", kritisiert Kurt Grünewald,
Wissenschaftssprecher der Grünen.

"Die letzte OECD Studie bescheinigt, dass die gesamten
Bildungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt einen prozentualen
Rückgang erleben. Sowohl Forschungsfonds als auch die Akademie der
Wissenschaften haben Probleme ihren Anforderung und Verpflichtungen
nachzukommen und der wissenschaftliche Nachwuchs klagt über mangelnde
Perspektiven" sagt Grünewald und ergänzt: "Dass es den Universitäten
in einigen Staaten schlechter geht, kann weder für die Betroffenen,
noch für Bundesminister Töchterle ein Trost sein. Wir sollten daher
die Warnungen der Universitätenkonferenz und jene der
Forschungsförderorganisationen ernst nehmen und die immer gleiche
Politik der Meilensteine und Quantensprünge kritisch hinterfragen."

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at

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