Grünewald: Differenzierter Blick auf Uni Finanzierung notwendig

Grüner Wissenschaftssprecher fordert klare Mängelanalyse

Wien (OTS) - "Die Studie der European University Association (EUA) zu öffentlichen Finanzierung der Universitäten in Europa sollte politisch nicht zum "Rosinenpicken" missbraucht werden. Denn die stabile Finanzierungslage in Österreich berücksichtigt weder die Inflation noch die steigenden Studierendenzahlen. Ebenso wenig miteinberechnet wird der hohe Anteil von Mietkosten, der von den Universitäten an die Bundesimmobiliengesellschaft gezahlt werden. Auch die Klagen zahlreicher RektorInnen, sie müssten teils drastischen Sparmaßnahmen im Bereich von Lehre und Forschung treffen und sie hätten trotz der "Pseudomilliarde" ihre liebe Not gerade einmal den Status Quo des Leistungsangebotes zu erhalten, sprechen eine ganz andere Sprache", kritisiert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen.

"Die letzte OECD Studie bescheinigt, dass die gesamten Bildungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt einen prozentualen Rückgang erleben. Sowohl Forschungsfonds als auch die Akademie der Wissenschaften haben Probleme ihren Anforderung und Verpflichtungen nachzukommen und der wissenschaftliche Nachwuchs klagt über mangelnde Perspektiven" sagt Grünewald und ergänzt: "Dass es den Universitäten in einigen Staaten schlechter geht, kann weder für die Betroffenen, noch für Bundesminister Töchterle ein Trost sein. Wir sollten daher die Warnungen der Universitätenkonferenz und jene der Forschungsförderorganisationen ernst nehmen und die immer gleiche Politik der Meilensteine und Quantensprünge kritisch hinterfragen."

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