IG Kultur Österreich zum Kunstbericht 2011: Musealisierung geht weiter!

Wien (OTS) - Der vom BMUKK vorgelegte Bericht zu den Ausgaben in Kunst und Kultur verheißt nichts Gutes für das zeitgenössische Kulturschaffen: Während die großen Kulturtanker zusätzlich zu ihrer Basisabgeltung 27,3 Millionen an Investitionsbudget für bauliche Maßnahmen erhielten, sank das Budget der Kunstabteilung von 87,78 auf 85,28 Millionen. Im Vergleich zur unhinterfragten Konzentration auf Spitzenförderung bleiben für Kunst und Kultur in den Regionen nur 4,2 Millionen übrig. Daraus folgt, dass es insbesondere für neue, zeitgenössische Kulturinitiativen kaum Möglichkeit gibt, Fördermittel des Bundes zu lukrieren, da die Nachwuchsförderung sich auf Stipendien für EinzelkünstlerInnen bezieht. Die oftmals angekündigte kulturpolitische Wende in Richtung zeitgenössisches, dezentrales Kulturschaffen lässt auf sich warten, stattdessen werden Rücklagen aufgelöst, um sie in Museen zu investieren, die trotz der Einführung des Gratiseintrittes für Jugendliche gerade in eben dieser Zielgruppe sinkende BesucherInnenzahlen aufweisen, während Kulturinitiativen, die sich mehrheitlich im Bereich Jugendkultur engagieren, ums Überleben kämpfen.

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