BZÖ-Bucher: Österreich braucht ein Exitszenario und Volksabstimmung beim Euro

Gemeinsame Währung der starken Volkswirtschaften als Rettungsgasse

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher trat beim heutigen Expertenhearing des Nationalrates zum Euro-Rettungsschirm für die Abhaltung einer Volksabstimmung ein. Bucher hat ja bereits an FPÖ und Grüne appelliert, als Opposition mit einem Drittel der Nationalratsabgeordneten eine Volksabstimmung zu erzwingen. Kein einziger Experte habe glaubwürdig versichern können, dass der ESM die Probleme lösen könne. Der BZÖ-Chef verlangte ein Exitszenario mittels einer Parallelwährung der starken Volkswirtschaften als Rettungsgasse. Das sei umsetzbar und praktizierbar.

Bucher, der sich selbst als bekennenden Europäer bezeichnete, analysierte, dass sich Europa derzeit an einer entscheidenden Weggabelung befinde. Erstens gebe es den Weg in einen sozialistischen Zentralstaat, in eine Republik Euro mit verschwindender österreichischer Souveränität. "Das ist ein Irrweg! Das sage ich aus tiefster Überzeugung". Zweitens gebe es den Weg der liberalen Gründerväter der Union wie Adenauer oder Schumann, die für ein Europa der souveränen Staaten gestanden sind.

Es sei auch zutiefst gefährlich, dass man bei Kritik am derzeitigen Weg, sofort als Anti-Europäer verteufelt werde, so Bucher. Die Transferunion bedeute nichts andere,s als die Schaffung der "Vereinigten Schulden von Europa". Gleichzeitig staue sich in der Bevölkerung ein gewaltiger Unmut an. "Ich will nicht, dass sich die Politik auf die Straße verlagert, wenn die Politik die Sorgen der Menschen in keinster Weise ernst nimmt", warnte der BZÖ-Chef. Expertenberechnungen gehen mittlerweile von bis zu einer halben Billion Schaden für Österreich im Worst Case aus, beruft sich Bucher auf eine Studie des renommierten deutschen Wirtschaftsprofessors Ramb, die dieser auf Ersuchen des BZÖ erstellt hat. "Das BZÖ steht gegen diese "Vereinigten Schulden von Europa", gegen das Drüberfahren über die Bevölkerung. Wenn SPÖ, ÖVP und Grüne so überzeugt sind, von der Richtigkeit ihres Irrweges, dann sollen sie den Mut haben, das Volk darüber abstimmen zu lassen", appelliert Bucher an die "Europhoriker".

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