Photovoltaik: Heiter bis Wolkig

Bilanz zum Start des neuen Ökostromgesetzes

Wien (OTS) - Am 1. Juli 2012 tritt das neue Ökostromgesetz in Kraft. Für die Photovoltaik soll es Österreichs Anschluss an die internationale Erfolgsgeschichte der Sonnenstromerzeugung bringen. Zwar bringt das neue Ökostromgesetz (ÖSG) die Möglichkeit eine Weiterentwicklung des heimischen Marktes. Aber um die Höhe der Tarife für das Jahr 2013 wird derzeit hinter den Kulissen noch hart gerungen, sie sind zwischen dem Wirtschafts- Sozial- und Umweltministerium in Verhandlung. Im Vorfeld der Verhandlungen sorgte ein Gutachten der E-Control, das für alle erneuerbaren Verbände inakzeptabel ist für Aufregung. Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA): "Es bleibt zu hoffen, dass die drei Ressortminister dem Gutachten nicht folgen und ein an sich gelungenes Gesetz nicht auf dem Verordnungswege demolieren!". Ebenso für Aufregung sorgte eine Aussage des Chefs der E-Control in dem er die erneuerbaren Stromerzeuger als Mitverursacher von kommenden Preiserhöhungen von bis zu 25 Prozent des Endkundenpreises deklarierte.

Kronberger: "Dies ist unrichtig und unfair. Man hat nur die Förderkosten gerechnet und nicht die Preisreduktionen einbezogen". Für die Preisreduktionen durch Sonnen- und Windstrom führt Kronberger unverdächtige Zeugen an: Der scheidende RWE-Chef Jürgen Grossmann beklagte in seiner Abschiedsrede, das die Gewinnmarschen der Kohle-und Atommultis deutlich gesunken seien und zwar durch den Druck von Sonnen- und Windstrom auf die Handelspreise. Ebenso argumentiert die EXXA (Energy Exchange Austria, europäischer Börsenplatz für Energieprodukte), dass der Grund für die derzeit niedrigen Strompreise "primär im Überangebot von Wind- und Sonnenstrom im Energiemarkt zu suchen" sei.

Für das Jahr 2012 erwartet der PVA eine installierte Leistung von annähernd 200 Megawattpeak, das ist eine Steigerung um das Hundertfache gegenüber 2007. Ein Wermutstropfen ist die Kürzung der Direktförderung durch den Umweltminister von 45 auf 25,5 Millionen. Äußerst positiv ist zu erwähnen, dass das Land Niederösterreich für seine Antragsteller die Kürzung abgefangen hat und diejenigen, die leer ausgegangen sind, bedient. In Restösterreich werden voraussichtlich 8 800 Antragswerber abgewiesen. Der PVA fordert die Aufhebung der Deckelung für die Investitionsförderung für Kleinanlagen mit der Begründung: "In den letzten vier Jahren ist der Förderbedarf von 2 800 Euro auf 800 Euro gefallen. Durch diversenSteuerleistung zahlt der Errichter schon wesentlich mehr an Steuerleistungen an den Staat, als an Förderung erhält. Es istalso ein gutes Geschäft für die Finanzministerin und es ist nicht einzusehen, dass der Investitionswille der Bevölkerung mutwillig gebremst wird".

Österreich ist ein Exportland für Photovoltaik und Zubehörteile. Peter Berghofer, General Manager von ULBRICH OF AUSTRIA GmbH präsentiert das Sonnenstromexportland Österreich. Ulbrich stellt im burgenländischen Mühlendorf (Schreibweise bitte prüfen -im Originaltext steht Müllendorf mit 2 ll) Verbindungselemente für Solarmodule. Der Marktanteil liegt in Europa bei 50 Prozent. Die Firma ISOVOLTAIC AG beliefert den asiatischen Markt mit Rückseitenfolien. Die Firma FRONIUS liegt weltweit im Spitzenfeld der Herstellung von Wechselrichtern. Der Kärntner Modulhersteller KIOTO produziert 120 Megawatt an Modulleistung jährlich, in erster Linie für den Export. ERTEX Solartechnik spezialisiert sich auf gebäudeintegrierte Installation von Modulen und punkten in Frankreich und den Beneluxländern. Dies sind nur einige Beispiele von vielen. Österreichs PV - Industrie punktet im Ausland, der Inlandsmarkt ist entscheidend für technische Erprobung und Weiterentwicklung.

Deutschland ist weltweites Vorbild für PV-Entwicklung:
Peter Thiele Vice President von Sharp Energy Solutions Europe zur aktuellen Situation in Deutschland, wo gestern die neue Tarifeinigung verkündet worden ist: "Zwar werden die Tarifkürzungen das Leben der Hersteller von PV-Modulen in den nächsten Jahren hart gestalten, aber der Versuch des Duos Philipp Rösler und Norbert Röttgen die Photovoltaik dramatisch zu dezimieren ist abgewendet. Man kann eine Ausbaumenge von annähernd 7 000 Megawattpeak für das Jahr 2012 erwarten und das Ziel von 52 000 MWp für 2020 ist nicht gefährdet und kann sogar deutlich früher erreicht werden"

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