• 28.06.2012, 09:21:10
  • /
  • OTS0035 OTW0035

Anteil der erneuerbaren Energien drastisch gesunken

Verordnung angemessener Einspeisetarife ist Gebot der Stunde

St. Pölten (OTS) - Die kürzlich veröffentlichten Zahlen vom
statistischen Amt der Europäischen Union Eurostat zeigen ein
dramatisches Bild. Innerhalb nur eines Jahres ist der Anteil
erneuerbarer Energie am Bruttostromverbrauch in Österreich um über 6%
auf gut 61% gesunken. Auch der Anteil erneuerbarer Energie am
gesamten Endenergieverbrauch ist gesunken. "Die Verordnung
angemessener Einspeisetarife ist ein Gebot der Stunde", fordert Mag.
Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Von 2009 bis 2010 ist der Anteil an erneuerbaren Energien am
Bruttostromverbrauch in Österreich von 67,7% auf 61,4% um mehr als 6%
gesunken. "Von dem Ziel der erneuerbaren Stromautarkie haben wir uns
entfernt, statt uns dem Ziel 100% Ökostrom zu nähern", stellt Moidl
fest und führt weiter aus: "Der Stromverbrauchszuwachs von satten 4%
in dieser Periode verschärft die Situation." Die Zahlen für 2010 sind
die neuesten Zahlen von Eurostat und wurden letzte Woche
veröffentlicht.
Das Ökostromgesetz 2012, das mit 1. Juli in Kraft tritt, ist der
richtige Weg um den Anteil an erneuerbaren Energien in Österreich zu
erhöhen. "Damit sich die Wirkung des Ökostromgesetzes entfalten kann,
müssen in dieser Woche aber angemessene Einspeisetarife verordnet
werden", fordert Moidl.

Windenergie senkt den Strompreis
Windräder erzeugen nicht nur sauberen und umweltfreundlichen Strom,
sondern senken den Strompreis und bringen dem österreichischen Staat
auch Einnahmen. 200% der Förderkosten für Windenergie, die die
Bevölkerung bezahlt, fließen in Form von Steuern und Abgaben an
öffentliche Budgets des Staates zurück. Zusätzlich senkt jede kWh
Windstrom, die ins Stromnetz eingespeist wird, den Strompreis an der
Leipziger Strombörse. "Wir haben die Kosten für den Zielwert des
Ökostromgesetzes von 3.000 MW Windstrom bis 2020 berechnet. Die
strompreisdämpfende Wirkung der Windenergie (Merit-Order-Effekt) wird
je nach Strompreisszenario zwischen dem 5-fachen bis 14-fachen der
Förderkosten zu liegen kommen. Die Ökostromförderung wird also in
den verschiedenen Bereichen mehrmals wieder eingespielt", erklärt
Moidl und führt weiter aus: "Einmal mehr sieht man, dass die einzige
Garantie für gleichbleibende Strompreise nur der massive Ausbau der
erneuerbaren Energien sein kann."

Auch der Anteil erneuerbarer Energie am gesamten Endenergieverbrauch
ist laut Eurostat von 31 % auf 30,1 % gesunken. Österreich gehört
damit zu einem der wenigen Länder in denen der Anteil von 2009 auf
2010 gesunken ist. Diese Entwicklung und die Preissteigerungen an den
Öl- und Gasmärkten hat dazu geführt, dass Österreich mittlerweile
rund 15 Mrd. Euro pro Jahr für Import von Energie ausgibt.

Verordnung angemessener Einspeisetarife ist Gebot der Stunde
Ziel des Ökostromgesetz 2012, welches mit 1. Juli in Kraft tritt, ist
es, die Leistung der Windkraftanlagen von derzeit 1.100 MW auf mehr
als 3.000 MW zu steigern. Damit kann die Windkraft im Jahr 2020 über
50% aller österreichischen Haushalte mit sauberem, umweltfreundlichen
Windstrom versorgen. "Damit der Ausbau auch wirklich passieren kann,
benötigen wir adäquate Einspeisetarife", fordert Moidl abschließend.

Links zu den Daten von Eurostat:
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&langua
ge=de&pcode=tsien050&plugin=1,
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&langua
ge=de&pcode=t2020_31&plugin=1

Rückfragehinweis:
IG Windkraft
Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Tel.: Mobil: 0699 / 188 77 855
mailto:m.fliegenschnee@igwindkraft.at
http://www.igwindkraft.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IGW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel