Anteil der erneuerbaren Energien drastisch gesunken

Verordnung angemessener Einspeisetarife ist Gebot der Stunde

St. Pölten (OTS) - Die kürzlich veröffentlichten Zahlen vom statistischen Amt der Europäischen Union Eurostat zeigen ein dramatisches Bild. Innerhalb nur eines Jahres ist der Anteil erneuerbarer Energie am Bruttostromverbrauch in Österreich um über 6% auf gut 61% gesunken. Auch der Anteil erneuerbarer Energie am gesamten Endenergieverbrauch ist gesunken. "Die Verordnung angemessener Einspeisetarife ist ein Gebot der Stunde", fordert Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Von 2009 bis 2010 ist der Anteil an erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Österreich von 67,7% auf 61,4% um mehr als 6% gesunken. "Von dem Ziel der erneuerbaren Stromautarkie haben wir uns entfernt, statt uns dem Ziel 100% Ökostrom zu nähern", stellt Moidl fest und führt weiter aus: "Der Stromverbrauchszuwachs von satten 4% in dieser Periode verschärft die Situation." Die Zahlen für 2010 sind die neuesten Zahlen von Eurostat und wurden letzte Woche veröffentlicht.
Das Ökostromgesetz 2012, das mit 1. Juli in Kraft tritt, ist der richtige Weg um den Anteil an erneuerbaren Energien in Österreich zu erhöhen. "Damit sich die Wirkung des Ökostromgesetzes entfalten kann, müssen in dieser Woche aber angemessene Einspeisetarife verordnet werden", fordert Moidl.

Windenergie senkt den Strompreis Windräder erzeugen nicht nur sauberen und umweltfreundlichen Strom, sondern senken den Strompreis und bringen dem österreichischen Staat auch Einnahmen. 200% der Förderkosten für Windenergie, die die Bevölkerung bezahlt, fließen in Form von Steuern und Abgaben an öffentliche Budgets des Staates zurück. Zusätzlich senkt jede kWh Windstrom, die ins Stromnetz eingespeist wird, den Strompreis an der Leipziger Strombörse. "Wir haben die Kosten für den Zielwert des Ökostromgesetzes von 3.000 MW Windstrom bis 2020 berechnet. Die strompreisdämpfende Wirkung der Windenergie (Merit-Order-Effekt) wird je nach Strompreisszenario zwischen dem 5-fachen bis 14-fachen der Förderkosten zu liegen kommen. Die Ökostromförderung wird also in den verschiedenen Bereichen mehrmals wieder eingespielt", erklärt Moidl und führt weiter aus: "Einmal mehr sieht man, dass die einzige Garantie für gleichbleibende Strompreise nur der massive Ausbau der erneuerbaren Energien sein kann."

Auch der Anteil erneuerbarer Energie am gesamten Endenergieverbrauch ist laut Eurostat von 31 % auf 30,1 % gesunken. Österreich gehört damit zu einem der wenigen Länder in denen der Anteil von 2009 auf 2010 gesunken ist. Diese Entwicklung und die Preissteigerungen an den Öl- und Gasmärkten hat dazu geführt, dass Österreich mittlerweile rund 15 Mrd. Euro pro Jahr für Import von Energie ausgibt.

Verordnung angemessener Einspeisetarife ist Gebot der Stunde Ziel des Ökostromgesetz 2012, welches mit 1. Juli in Kraft tritt, ist es, die Leistung der Windkraftanlagen von derzeit 1.100 MW auf mehr als 3.000 MW zu steigern. Damit kann die Windkraft im Jahr 2020 über 50% aller österreichischen Haushalte mit sauberem, umweltfreundlichen Windstrom versorgen. "Damit der Ausbau auch wirklich passieren kann, benötigen wir adäquate Einspeisetarife", fordert Moidl abschließend.

Links zu den Daten von Eurostat:
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&langua
ge=de&pcode=tsien050&plugin=1,
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&langua
ge=de&pcode=t2020_31&plugin=1

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Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Tel.: Mobil: 0699 / 188 77 855
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