FPÖ-Obermayr: 12 statt 10 Jahre allgemeine Schulbildung für Krankenpfleger erhöht Fachkräftemangel

EU-Kommission darf Pflegenotstand nicht zusätzlich verschlimmern!

Wien (OTS) - Im Rahmen der Bearbeitung der Berufsanerkennungsrichtlinie wird unter anderem der Vorschlag der Kommission besprochen, die verpflichtende Schulausbildung für Krankenpflegepersonal von 10 auf 12 Jahre anzuheben. "Vor dem Hintergrund des bereits jetzt herrschenden Mangels an Fachkräften im Pflegebereich auf der einen und dem demographischen Wandel auf der anderen Seite, halte ich diesen Vorstoß für nicht zweckmäßig. Denn der Kreis potenzieller Bewerber würde sich dadurch noch mehr verringern, der Bedarf an Pflegekräften jedoch weiterhin steigen!", so der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Franz Obermayr aus dem Binnenmarktausschuss.

Abgesehen davon widerspreche der Kommissionsvorschlag geltendem EU-Recht, wonach laut Europäischem Qualifikationsrahmen nicht die Zahl von Stunden oder Jahren entscheidend sei, sondern vielmehr die nachweislich erworbenen Kompetenzen. Obermayr abschließend: "Man sollte sich dementsprechend mehr auf die Qualität der Ausbildung konzentrieren, als auf formale Zulassungsvoraussetzungen." Das solle aber keinesfalls heißen, dass Pflegeschüler nicht die Möglichkeit haben sollten eine Fachmatura zu absolvieren, um sich gegebenenfalls später auf einer FH oder Universität weiterbilden zu können.

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