Neues Volksblatt: "Hoffnung" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 27. Juni 2012

Linz (OTS) - Angesichts des unvorstellbaren Risikos für die Steuerzahler, das sich laut Gutachter mittlerweile von 650 Millionen auf 1,2 Milliarden Euro erhöht hat, müssen die Linzerinnen und Linzer hoffen, dass sich die Richter im Prozess um den Swap-Deal zwischen der Stadt Linz und der BAWAG P.S.K. der Meinung des Schweizer Finanzmarktökonomen Martin Janssen anschließen, dass die SPÖ-Führung der Landeshauptstadt zu dumm sei, um die Tragweite eines solchen Geschäfts zu begreifen. Und sie müssen hoffen, dass die Richter nicht auf die Idee kommen, zu fragen, warum die roten Häuptlinge nicht die Finger von einem Vertrag gelassen haben, den sie nicht verstehen. Hoffen wir also, dass die gutachterlich festgestellte Unbedarftheit der Milliardenjongleure - 1,2 Milliarden sind immerhin fast zweieinhalb Jahresbudgets der Stadt Linz - ausreicht, um einen ruinösen Vertrag für null und nichtig zu erklären.
Das würde dann natürlich auch vielen Privaten, die aus Verträgen heraus möchten, Hoffnung geben. Hoffnung, dass sie nur einen Gutachter brauchen, der ihnen Dummheit bestätigt - und schon sind sie aus ihren Verträgen draußen. Nach dem Motto: Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert.
Hoffentlich leben auch die Linzer Steuerzahler halbwegs ungeniert!

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