Leitner: Wasser soll in der Gastronomie nicht automatisch etwas kosten

Wasser ist nicht nur ein x-beliebiges Getränk, sondern das elementarste Lebensmittel überhaupt

St. Pölten, (OTS/SPI) - Erneut aufgeflammt ist derzeit die Diskussion, ob Leitungswasser in der Gastronomie etwas kosten darf oder nicht. Vor allem eine derartige Empfehlung der Wirtschaftskammer hat die Frage erneut angeheizt. Einer generellen Verrechnung von Wasser erteilt der NÖ Konsumentenschutzreferent, LHStv. Dr. Sepp Leitner, aber eine klare Absage: "Gerade in Österreich, einem Land, das zum Glück mit reichlichen und qualitativ ausgesprochen hochwertigen Wasservorkommen gesegnet ist, sollte man unbedingt davon Abstand nehmen, für ein Glas Wasser generell etwas zu verrechnen. Zweifelsohne ist Wasser ein kostbares Gut, aber ein Glas Leitungswasser darf im Gasthaus nicht automatisch etwas kosten!"

Ein gewisses Verständnis äußert LHStv. Dr. Leitner allerdings dafür, dass Wirte etwas verrechnen wollen, wenn Gäste ausschließlich Wasser konsumieren. "In gewissem Maß kann ich schon nachvollziehen, dass natürlich auch Kosten durch die Serviceleistung entstehen. Wenn daher jemand ausschließlich Wasser konsumiert und weder andere Getränke noch Speisen bestellt, kann man noch darüber reden, eine geringfügige Servicegebühr zu verrechnen, schließlich geht es dabei nicht zuletzt auch um die Gehälter der Beschäftigten in der Gastronomie. Dieser Betrag muss aber in einem angemessenen Rahmen bleiben. Wenn das Wasser aber zu einer Bestellung, also zum Essen oder beispielsweise einem Glas Wein bestellt wird, muss es unbedingt auch in Hinkunft kostenlos serviert werden. Denn bei allem Verständnis für ökonomische Interessen, zu einer Geschäftemacherei in der Gastronomie darf Wasser unter gar keinen Umständen missbraucht werden. Vor allem die Empfehlung, zwei oder gar drei Euro für Wasser zu verlangen, halte ich für arg überzogen", macht Leitner deutlich.

Leitner macht außerdem darauf aufmerksam, dass wenn für das Glas Leitungswasser etwas kassiert werden soll, der Preis in der Speise/Getränkekarte vermerkt sein oder der Gast darauf aufmerksam gemacht werden muss. Die Arbeiterkammer hat jedenfalls angekündigt, die Preise im Juli wieder zu erheben und auch die Preise von mit Leitungswasser verdünnten Säften zu beobachten. "Die Diskussion um einen Preis für Leitungswasser in der Gastronomie ist ein ausgesprochen sensibles Thema! Denn Wasser ist nicht nur irgendein x-beliebiges Getränk, sondern das elementarste Lebensmittel überhaupt", so Leitner abschließend.
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