"Weltjournal" am 27. Juni: Westen versus Iran - Ein neuer Kalter Krieg

Wien (OTS) - Die Atomverhandlungen mit dem Iran sind offenbar endgültig gescheitert. Teheran und die 5+1-Gruppe (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China + Deutschland) haben es nicht geschafft, ihre Streitpunkte zum iranischen Atomprogramm beizulegen. Alexander Steinbach und Ben Segenreich analysieren für das "Weltjournal" - präsentiert von Eugen Freund - am Mittwoch, dem 27. Juni 2012, um 22.30 Uhr in ORF 2 die derzeitige Situation in Israel und im Iran vor dem Ölimport-Embargo der Europäischen Union und den verschärften US-Finanzsanktionen, die beide in wenigen Tagen in Kraft treten.

Seit fast zwei Jahrzehnten verfolgt der Iran offenbar ein geheimes Atomwaffenprogramm. Israel befürchtet jetzt, dass der Iran bis Ende 2012 eine Art Immunitätszone erreicht: Das Land hätte dann genug hoch angereichertes Uran und tief verbunkerte Atomanlagen. Ein Angriff könnte dann nicht mehr verhindern, dass der Iran die Atombombe baut. Allerdings wäre ein israelisches Bombardement eine hochriskante Operation, und dennoch könnte es sein, dass Israel - mit militärischem Beistand der USA - keinen anderen Ausweg sieht.

Viele sprechen von einem neuen Kalten Krieg im Nahen Osten. Aber noch setzt der Westen auf die Wirkung von Sanktionen - politischer Druck ist besser als Detonationswellen, die den gesamten Nahen Osten überrollen würden. Israelische und westliche Geheimdienste führen undercover längst einen "strategischen Feldzug" gegen den Iran. Die Waffen sind Sanktionen, Sabotage und Bomben gegen iranische Wissenschafter. Aber kriegsbegeistert sind weder die Israelis noch die Amerikaner, schon gar nicht im US-Wahljahr.

Dieses "Weltjournal" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar. Das "Weltjournal" steht als zeitnahe Servicewiederholung am Donnerstag um 21.55 Uhr auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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